Was streitende Eltern in ihrem Drang, unbedingt Recht zu bekommen, leicht vergessen: Eine Kampfscheidung kostet – eine Menge. Ist Vermögen da, geht es bei endlosen gerichtlichen Auseinandersetzungen flöten. Gibt es kein Erspartes, bezahlt die Allgemeinheit.

Die Formel ist klar: Je stärker sich die Kontrahenten in ihren Streit verbeissen, je höher die Aktenberge sind, je mehr Entscheide provoziert werden – umso mehr gehts ins Geld. Dreht sich die Spirale jahrelang, sind die auflaufenden Beträge «nach oben offen», wie man in Anwaltskreisen süffisant sagt.