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Säule 3aMit Vorsorgegeld Finanzengpass überbrücken?

Die gebundene Säule 3a dient der Altersvor­sorge. Die Auszahlung 
erfolgt grundsätzlich 
mit dem Erreichen des ordentlichen AHV-Alters.

Frage: Ich zahle seit Jahren auf mein Vorsorgekonto 3a ein. Nun brauche ich Geld, um einen Engpass zu überbrücken. Die Bank verweigert die Auszahlung mit dem Hinweis, ich sei erst 50 Jahre alt. Darf sie das?

Von aktualisiert am 22. August 2018

Ja. Die gebundene Säule 3a dient der Altersvor­sorge. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich mit dem Erreichen des ordentlichen AHV-Alters. Sie können das Konto frühestens fünf Jahre vorher ohne besonderen Grund auflösen.

Jüngere Personen dürfen das angesparte Kapital nur bei Vorliegen eines gesetzlich vorgeschriebenen Zwecks beziehen. Dazu zählen die Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum (mehr dazu im Merkblatt «Vorsorgegelder für Wohneigentum», exklusiv für Guider-Mitglieder), die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit oder der Bezug einer vollen Invaliditätsrente. Ihre Bank muss die Auszahlungsberechtigung prüfen und hat in Ihrem Fall die Kontoauflösung zu Recht verweigert. Auch die Verpfändung des Kontos als Sicherheit für einen Kredit ist hier nicht möglich.

Versuchen Sie, das Finanzloch auf andere Art zu stopfen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, einen Erbvorbezug oder ein Privatdarlehen zu erhalten. Ansonsten sollten Sie Ihr Budget überprüfen und nicht dringende Auslagen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

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