Alois Gretler aus Littau LU freute sich über die Sammelsticker-Aktion «Nature Heroes» von Migros. Für fleissiges Einkaufen gibt es Pflanzensamen, etwa für Basilikum, Salbei Kräutergarten Das Auge freut sich mit und Klatschmohn. Und allerlei Gerätschaften «für Heldentaten in der Natur», so der Werbetext. Einen Sammelsticker erhält man pro 20 Franken Einkauf.

Angetan hatte es Alois Gretler das Insektenhotel Nisthilfen für Wildbienen Tierschützer kritisieren Insektenhotels . Das erhält man für zwei volle Sammelkarten à 20 Sticker, also für Einkäufen über mindestens 800 Franken.

Als Gretler sich den Produktezettel genauer anschaute, war es vorbei mit der Freude: Das Holz trägt zwar das FSC-Label für nachhaltige Holzwirtschaft, verwendet wird aber Kiefernholz aus Neuseeland. Produziert werden die Holzhäuschen in China.

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Auch Giesskanne und Gartenwerkzeug aus China

Die Bienli-Loge ist nicht die einzige Prämie, die Tausende Kilometer Abenteuer Nur der Instinkt begleitet sie weit entfernt produziert wurde und anschliessend hierher transportiert werden musste. So stammen beispielsweise auch die Kreidenkesseli, die Giesskanne Gartenbewässerung Mit wenig Aufwand zum Ziel und das Gartenwerkzeugset aus dem Reich der Mitte. Bei letzterem wird Holz aus Russland verwendet.

Man habe die Möglichkeit eingehend geprüft, die Hotels entweder in der Schweiz oder in Europa produzieren zu lassen. Das sei jedoch für diese Mengen nicht umsetzbar gewesen, lässt der Migros «Für dumm verkauft» Wie Cumulus in die Irre führt Genossenschaftsbund verlauten. Der Transport der Insektenhotels erfolgte per Schiff und sei damit so nachhaltig wie möglich. «Ausserdem haben wir sämtliche CO2-Emissionen vorgängig durch Myclimate berechnen lassen und 1:1 kompensiert. Konkret unterstützen wir ein Klimaprojekt Klimaschutz CO2 reduzieren – in der Schweiz oder im Ausland? in Indien.»

«Für dumm verkauft»

Etikettenschwindel, falsche Preisangaben, haarsträubende Werbung oder sonst ein Reinfall: Für Ärger beim Shoppen ist leider nur allzu häufig gesorgt. Auch Beobachter-Redaktorinnen und -Redaktoren fühlen sich öfters für dumm verkauft. Was sie dabei erleben, lesen Sie jede Woche unter dieser Rubrik.

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