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InternetfalleStrafanzeige gegen iPhone-Wettbewerb

Gratis ein iPhone – man muss nur ein paar Fragen beantworten! Das ver­spricht ein Gewinnspiel auf diversen Websites, da­runter auch Facebook.

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Wer mit­macht, merkt oft zu spät, dass die Sache kostet: Fr. 59.90 jeden Monat. Die meisten Wettbewerbsteilnehmer erinnern sich nicht, je­mals einen Abovertrag abgeschlossen zu haben.

Die Rechnung stellt die Tele­billing AG, bereits als In­kas­so­­firma für telefonische Sexdienst­leistungen bekannt. Geschäftsführer Phi­lippe Gilomen wehrt sich: «Es wird klar und unmissverständlich darauf hingewiesen, dass es sich bei der Online-Teilnahme um eine kostenpflichtige Dienst­leistung handelt. Wer gratis mit­machen will, kann dies per Post­karte mit 100 Prozent Chan­cen­gleich­heit tun.» Auf Winaprice.com wird tatsäch­lich darauf hingewiesen, dass der einzige Weg für eine Gratisteilnahme der Post­weg ist – jedoch am unteren Rand der Internetseite. Fraglich, ob es dort jeder sieht. Teilneh­mer eines Gewinn­spiels gehen ja nicht davon aus, auto­ma­tisch ein Abo zu lösen. Gilomen: «Der kostenpflichtige Abo­dienst wiederholt die Wettbewerbsteilnahme jeden Mo­nat, so dass die Chance steigt, ein iPhone zu gewinnen. Zudem gibt es diverse Trostpreise.»

Manuel Richard von der ­interkantonalen Lotterie- und Wettkommission erklärt aber: «Was die Telebilling AG da betreibt, gilt als Lotterie. Und Lotterien sind verboten.» Die Behörde hat darum Strafan­zeige gegen die Verantwortli­chen der Telebilling eingereicht.

Was, wenn man bereits in die Falle getappt ist? Bestrei­ten Sie die Forderung per Ein­schrei­ben!

Musterbrief, um die Forderung zu bestreiten

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Veröffentlicht am 01. Februar 2011