Kann sein. Ob Sie es sind, steht aber in keinem Gesetz. Massgebend ist Ihre Police beziehungsweise sind es die allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB). Prüfen Sie, was klein gedruckt unter den Titeln «Ausschlüsse» oder «Versicherte Risiken» steht.

Aber nicht nur der Vertrag ist entscheidend, auch die Praxis der Versicherung. Es gibt erhebliche Unterschiede. So gibt es Versicherungen, die eine Deckung im Zusammenhang mit einer Pandemie ganz ablehnen. Andere Versicherungen richten sich beispielsweise nach den (Reise-)Empfehlungen der Bundesbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Aber auch diese können unterschiedlich ausgelegt werden. Fragen Sie am besten direkt bei der Versicherung nach und lassen Sie sich mündliche Zusagen immer schriftlich bestätigen – damit Sie etwas in der Hand haben, sollte es im Ernstfall zu Diskussionen kommen. 

Konditionen abklären

Ähnliches gilt, wenn Sie noch gar keine Reiseversicherung haben. Holen Sie sich mehrere Offerten ein und vergleichen Sie die Leistungen. Fragen Sie nach, ob die neue Versicherung überhaupt Kosten im Zusammenhang mit der Pandemie deckt. Oder was passiert, wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person wegen eines positiven Tests in Quarantäne müssen. Oder welche Leistungen Sie erwarten können, sollten Sie am Ferienort erkranken Ferien im Ausland Sind wir bei Krankheit und Unfall versichert? und darum verspätet oder verfrüht abreisen müssen.

Allerdings: Wer sich nur für die Sommerferien versichern will, fährt mit einer Einmalversicherung oft günstiger. Wichtig ist, dass Sie eine solche Versicherung vor oder gleichzeitig mit der Buchung abschliessen.

Übrigens: Wenn Sie mit einer Versicherung uneins sind – etwa weil diese eine Klausel zu Ihren Ungunsten auslegen will –, können Sie sich an den Ombudsman der Privatversicherungen wenden. Dieser kann zwischen Ihnen und der Gegenseite vermitteln – und dies kostenlos. 

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