Wo Sie Ihre Bücher jetzt noch günstig kaufen
Die Migros schliesst alle Filialen von Ex Libris, das Sortiment wandert zu Galaxus. Was heisst das für die Kundinnen? Ein Preisvergleich zeigt, wo Sie günstig an Lesestoff kommen.

Veröffentlicht am 2. Februar 2026 - 17:22 Uhr

Ex Libris ist im Vergleich eher preiswert.
Die Migros schliesst alle 15 Ex-Libris-Filialen. Der Onlinehandel wird bis Mitte 2027 in den hauseigenen Shop Galaxus integriert. 230 Mitarbeitende sind betroffen. Ihnen werde laut Migros, wenn immer möglich, eine neue Stelle innerhalb der Migros-Gruppe angeboten. Für Konsumentinnen heisst das Verschwinden von Ex Libris: weniger Auswahl, möglicherweise insgesamt höhere Preise, weniger stationäre Anbieter.
Bei Ex Libris erhält man Bücher häufig günstiger als bei der Konkurrenz, wie der Preisvergleich des Beobachters zeigte. Und das ab Fr. 9.90 ohne Versandgebühr. Bei Orell Füssli ist der Versand erst ab 30 Franken kostenfrei.
Preise schwanken
Eine Stichprobe zu den Top 5 der Bestsellerliste zeigt zwar: Teilweise ist Galaxus heute günstiger. Und: Galaxus verzichtet bei Büchern auf eine Liefergebühr, wie der Händler auf Nachfrage des Beobachters mitteilt. Proaktiv wird das auf der Website nicht kommuniziert.
Aber: Galaxus arbeitet mit Dynamic Pricing und macht dies auch transparent. Der Preisverlauf zeigt, dass «The Secret of Secrets» von Dan Brown, heute auf Galaxus.ch deutlich günstiger zu haben als auf Exlibris.ch, im Dezember noch 39 Franken kostete. «Der Fluss der Zeit» – Bestseller in Woche 4 des laufenden Jahres – kostet heute zwar Fr. 21.90 auf Galaxus.ch, auf Exlibris.ch Fr. 27.10. Der Preis lag bei Galaxus im Dezember aber noch bei 33 Franken. Da Ex Libris Preisveränderungen nicht aufweist, ist unklar, wo die Preise im Vergleichszeitraum lagen. Auf Nachfrage des Beobachters möchte Ex Libris keine Angaben zur Preisgestaltung oder zum Dynamic Pricing machen.
Unklar ist somit auch, wie sich die Buchpreise auf Galaxus.ch nach der Integration des Ex-Libris-Shops entwickeln.
Günstiger Ostschweizer Anbieter
Kundinnen, die stationäre Buchhandlungen und Beratung vor Ort schätzen, werden die Ex-Libris-Filialen vermissen. Und werden künftig weniger Auswahl haben – die erst noch teurer ist. Das zeigte 2024 der Bestseller-Preisvergleich des Beobachters. Platzhirsch Orell Füssli Thalia war dabei am teuersten, gefolgt von der Buchhandlung Bider & Tanner in Basel und der Münstergass-Buchhandlung in Bern.
Wer den Schweizer Buchhandel unterstützen und dennoch Geld sparen möchte, kann zum Beispiel auf Elantis.ch bestellen. Beim Ostschweizer Anbieter fährt man in der Regel schweizweit am günstigsten. Der Versand ist dort allerdings erst ab 40 Franken kostenlos.
Lokaler Anbieter in Zürich
Auch im stationären Handel gibt es lokal noch eine günstigere Option: die Zürcher Buchhandlung Klio. Hinter dem kleinen Laden am Zürcher Central versteckt sich ein grösserer Bibliothekszulieferer.
«Wir versuchen trotz höherer Preise in der Schweiz gegenüber ausländischen Anbietern einigermassen konkurrenzfähig zu bleiben», sagte Mitinhaberin Christine Heiniger 2024 zum Beobachter. Man bediene viele Bibliotheken und Schulen und dürfe deshalb gegenüber ausländischen Bibliothekslieferanten preislich nicht gross abfallen.
- Migros: Galaxus übernimmt das Online-Geschäft von Ex Libris
- Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband (SBVV): Bestsellerliste 2025, Hardcover Belletristik

