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HIV und AidsDas Wichtigste im Überblick

Nach wie vor werden jedes Jahr in der Schweiz mehr als 500 Menschen neu positiv auf HIV getestet. Einige Fakten und Infos zu Ihrem Schutz.

Auch mehr 30 Jahre nach der Entdeckung des HI-Virus ist AIDS nach wie vor tödlich.
aktualisiert am 24. August 2017

In der Schweiz leben zwischen 13'000 und 20'000 Menschen mit HIV, so Schätzungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Jährlich werden zwischen 150 und 200 Menschen neu positiv auf den Erreger getestet. Für die Betroffenen stehen wirksame antiretrovirale Medikamente (ART) zur Verfügung. Diese Medikamente können Nebenwirkungen haben und müssen während des ganzen Lebens konsequent eingenommen werden. Zwischen 30 und 50 Menschen sterben jedes Jahr an Aids. Eine Impfung gegen HIV ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Die Zahl der Ansteckungen mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen - etwa Syphilis oder Gonorrhö - nimmt gemäss BAG stetig zu, beziehungsweise ist auf hohem Niveau stabil. Wer bereits eine andere sexuell übertragbare Krankheit hat, infiziert sich schneller mit HIV. Unbehandelt können solche Infektionen zudem schwerwiegende Folgen haben: chronische Erkrankungen, Krebs, Unfruchtbarkeit, Schwangerschaftskomplikationen sowie Schädigungen des Fötus oder Gebrechen bei Neugeborenen. (Bundesamt für Gesundheit)

Aids

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Wie wird HIV übertragen?

Das Virus wird mit Körperflüssigkeiten übertragen. Blut (auch Menstruationsblut) und Sperma enthalten das Virus in hoher Konzentration. Wenn diese Körperflüssigkeiten in die Blutbahn oder auf die Schleimhäute der Geschlechtsteile, des Mundes oder des Darms eines anderen Menschen gelangen, kann HIV übertragen werden.

Wie schützt man sich vor einer Ansteckung...

... wenn nicht beide mit Sicherheit wissen, dass sie sich nie angesteckt haben, oder wenn sie einander nicht treu sind?
Man sollte zwei goldene Regeln befolgen: vaginale und anale Penetration nur mit geprüften Präservativen oder Femidom; kein Sperma oder Menstruationsblut in den Mund.

Was, wenn es zu einer Ansteckung mit HIV gekommen ist oder gekommen sein könnte?

So schnell wie möglich, maximal jedoch innert 48 Stunden nach einer Ansteckung kann eine sogenannte medikamentöse PEP-Therapie begonnen werden. Die Therapie hat keine Erfolgsgarantie, dauert vier Wochen und wird von vielen Nebenerscheinungen begleitet. Je mehr Zeit vor Therapiebeginn vergeht, umso geringer sind die Chancen, eine Infektion noch abzuwehren.

Wo macht man einen HIV-Test?

Beim Arzt oder bei einer anonymen Teststelle. Ein anonymer Test kostet ungefähr 50 Franken. Wenn der Test beim Hausarzt gemacht wird, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Ist Aids heilbar?

Nein. Es gibt Behandlungsmethoden, aber weder Impfstoffe noch heilende Therapien.

Weitere Infos

Informationen rund um HIV, Aids und Safer Sex:

www.aids.ch