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Prämenstruelles SyndromDie Tage vor den Tagen

Die Zeit vor der Menstruation ist für jede dritte Frau eine Tortur. Doch die Qualen lassen sich abschwächen oder gar ausschalten.

Vor allem Frauen zwischen 30 und 40 sind vom PMS betroffen.
von aktualisiert am 28. November 2017

Die Brüste spannen, der Rücken tut weh, die Pickel spriessen. Die Gemütslage schwankt zwischen gereizt und niedergeschlagen. Da fehlen nur noch die geistreichen Sprüche von Arbeitskollegen: «Warum so schlecht drauf? Bekommst wohl deine Mens?» Mindestens jede dritte Frau empfindet das prämenstruelle Syndrom (PMS) als Qual. Vor allem Frauen zwischen 30 und 40 sind betroffen.

Die Beschwerden beginnen ein bis zwei Wochen vor der Monatsblutung und verstärken sich bis zur Menstruation, dann verschwinden die Symptome.

PMS ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Es besteht kein Anlass, die Beschwerden als «Frauen-Wehwehchen» zu belächeln oder als Unpässlichkeit abzutun. Die Ursachen sind nicht in allen Details geklärt. Sicher ist, dass zyklusbedingte Hormonschwankungen eine Rolle spielen. Und dass diese sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche auswirken - vor allem nach dem Eisprung. Angstzustände, Antriebslosigkeit und Traurigkeit können die Folge sein, aber auch Aggressivität und Hyperaktivität. Ist eine Frau sowieso schon belastet von Stress oder Problemen in der Beziehung, können sich die Beschwerden verstärken.

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Was die Beschwerden lindern kann

Weil sich PMS in einer Palette von Symptomen zeigt, gibt es keine standardisierte Behandlung. Deshalb wird empfohlen:

  • In einem Tagebuch eintragen, wann welche Symptome wie stark auftreten. Damit lässt sich besser analysieren, ob die Beschwerden tatsächlich mit dem Monatszyklus zusammenhängen.
  • Arzt oder Ärztin aufsuchen, wenn Sie sich krank fühlen.
  • Sich untersuchen lassen, um organische Erkrankungen wie Myome oder Zysten auszuschliessen.
  • Vorsicht bei Medikamenten: Schmerzmittel nicht auf eigene Faust einnehmen, sich, falls nötig, geeignete Tabletten verschreiben lassen. Pflanzenpräparate können eine Alternative sein: Mönchspfeffer hilft, den Hormonhaushalt zu regulieren, Johanniskraut hellt die Stimmung auf.
  • Auch alternative Heilmethoden werden beim PMS angewendet, etwa Akupunktur. Wenn nötig, lässt sich die Behandlung mit Massagen ergänzen.
  • Schliesslich die einfachste Regel: sich regelmässig an der frischen Luft bewegen, sich gesund ernähren, mit Entspannungstechniken wie autogenem Training oder Yoga den Stress bewältigen, guten Sex geniessen und genügend schlafen. Allein schon damit verschwinden die Beschwerden bei vielen Frauen.