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EntsorgungWohin mit all dem Zeug?

Gerade ein Umzug bietet willkommene Gelegenheit, mal wieder auszumisten: Wie man schonungslos ­entrümpelt und richtig entsorgt.

Hat man sehr viel zu entsorgen, kann man auch einen Räumungs- oder Entsorgungsservice von privaten Anbietern und Brockenhäusern bestellen.
von und aktualisiert am 11. April 2018

Bald ist wieder Zügeltermin Umzug Stressfrei zügeln – packen Sies an! - was jetzt noch im Weg steht, muss weg. Wer nicht mehr Gebrauch­tes entsorgen will, hat gleich mehrere Möglichkeiten: wegwerfen, zur Weiterverwendung abgeben oder die Sachen verschenken und verkaufen.

Wegwerfen

Beim Wegwerfen kommt es darauf an, den jeweiligen Abfall korrekt zu ent­sorgen. Dabei hilft einem der Abfall-Leit­faden der Gemeinde in gedruckter Form oder man konsultiert den Abfallwegweiser des Bundesamt für Umwelt (BAFU).

  • Porzellan, Spiegel- und Fens­terglas und Trinkgläser gehören nicht in die Altglassammlung, sondern in den Kehricht. Sie können auch gebührenpflichtig an einer Sammelstelle abgegeben werden.
  • Kleider und Schuhe – sofern sauber und intakt – entsorgt man gratis an Sammelstellen oder gibt sie der Strassensammlung mit.
  • Elektrogeräte, Leuchten und Leuchtmittel nimmt der Fachhandel oder die Sammelstelle kostenlos an. Wertvolle Informationen zur Entsorgung von elektronischen Geräten finden Sie bei SENS eRecycling.
  • Auch Altmetall kann gratis bei den Sammelstellen abgegeben werden.
  • Sperrigen Abfall wie Möbel, Teppiche oder Matratzen kann man an einer Sammelstelle abladen oder als Sperrgut der Müllabfuhr mitgeben. Für beides wird eine Gebühr fällig.

Wer viel zu entsorgen hat, ist mit einer Recyclingstelle am besten bedient – vorausgesetzt, man verfügt über ein Auto. Eine andere Möglichkeit ist, sich kostenpflichtig eine Abfallmulde vor das Haus stellen zu lassen (www.muldentelefon.ch).

Umzugsvorbereitung - Recht einfach illustriert

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Wie bereitet man sich am besten auf einen Umzug vor?

Brockenhaus

Geht es um eine Wohnungsauflösung oder hat man sehr viel zu entsorgen, kann man auch einen Räumungs- oder Entsorgungsservice von privaten Anbietern und Brockenhäusern bestellen. Üblicherweise werden dabei der Zeitaufwand, die Anfahrt und die Entsorgungsgebühren verrechnet. Bei verkäuflichen Stücken wird deren Schätzwert von den Kosten ab­gezogen.

Nur um einzelne Möbel ab­zuholen, bemühen sich längst nicht mehr alle Brockenhäuser zu einem nach Hause – und jene, die diesen (oft kostenlosen) Service anbieten, sind wählerisch geworden: Sie nehmen nur noch mit, was sicher verkäuflich ist.

Weitere Infos zu Brockenhäuser in der Schweiz:

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Mehr zur Züglete bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Beim Umzug muss an vieles gedacht werden. Neben dem Einholen von Offerten bei Zügelunternehmen gehört beim Einzug auch ein detailliertes Antrittsprotokoll dazu. Guider-Mitglieder erhalten Tipps rund ums Zügeln.

Verschenken

Und auch Verschenken macht Freude – im Verwandten- und im Freundeskreis oder per Gratisinserat in Magazinen oder auf Internetplattformen wie zum Beispiel www.fleedoo.com. Eini­ge Gemeinden organisieren «Hol und bring»-Tage. Während auf dem Grill die Cervelats brutzeln und daneben die Musik­kapelle spielt, können die Leute Brauchbares kostenlos abgeben und anderes gratis mitnehmen.

Verkaufen

Am meisten Spass macht Entsorgen, wenn aus dem Gerümpel noch Geld ­gemacht werden kann. Oder wenn Gegenstände, die einem einmal wichtig waren, nicht im Müll landen, sondern in neue Hände kommen. Die alten Stücke verkaufen kann man einerseits via Kleininserat in Läden wie Migros oder Coop, auf dem Flohmarkt oder auf einem Marktplatz im Internet.

Online-Verkauf: 7 Tricks

1. Präsentieren Sie die Ware gluschtig
Auch wenn es schnell gehen soll: Investieren Sie unbedingt Zeit in ein gelungenes Foto, bevor Sie die Ware auf der Online-Plattform anbieten. Selbst wenn die Skijacke brandneu und ungetragen ist, sieht sie auf einer schlecht ausgeleuchteten Aufnahme vielleicht aus, als wäre sie fünf Jahre alt und ausgebleicht. Achten Sie auf gute Lichtverhältnisse. Tageslicht ist besser als Kunstlicht – und wählen Sie einen möglichst neutralen Hintergrund.

Bei manchem Artikel findet man offizielle Produktbilder im Internet. Das ist jedoch nur die zweitbeste Lösung. Interessenten wollen sehen, wie der Artikel im Besitz des Verkäufers tatsächlich aussieht. Zudem sollte man keine Bilder veröffentlichen, deren Rechte man nicht besitzt.

2. Beschreiben Sie die Ware detailliert
Ist das Bild gemacht, kanns losgehen. Erstellen Sie auf der Plattform Ihrer Wahl ein persönliches Konto und lassen Sie sich durch den Verkaufsprozess leiten. Fast so wichtig wie ein gutes Bild ist die detaillierte Beschreibung des Produkts. Sie soll ersetzen, was online nicht möglich ist – etwas anzufassen und eingehend zu begutachten. Schreiben Sie nicht einfach «schöne Skijacke». Notieren Sie den genauen Farbton, das Material, ob sie mit Fleece gefüttert ist und sie Taschen mit Reissverschluss hat. Gerade bei Kleidungsstücken kann es hilfreich sein, nicht nur die Konfektionsgrösse anzugeben, sondern die präzisen Masse wie Ärmellänge, Brustumfang in Zentimetern und so weiter.

3. Wählen Sie einen guten Titel
Ist der Artikel neu, originalverpackt oder ungetragen, sollte man das im Titel erwähnen. Entscheidend sind Stichwörter, nach denen potenzielle Käufer möglicherweise suchen. Auch sie sollte man zumindest in die Artikelbeschreibung aufnehmen. Auch die Marke sollte man erwähnen, besonders wenn sie bekannt ist.

Ist der Artikel gebraucht, sollten Sie ihn ehrlich beschreiben: Gebrauchsspuren wie Kratzer oder Risse nicht verheimlichen, sondern am besten auf einem zusätzlichen Bild zeigen. So weiss der Interessent, ob der Schaden vernachlässigbar ist oder gravierend.

4. Seien Sie immer ehrlich
Man muss nicht erwähnen, warum man die Ware nicht mehr will. Bei Konzerttickets kann es vielleicht Vertrauen wecken, wenn man liest, die Freundin habe keine Zeit, deshalb sei das Ticket zu haben. Allerdings gibt es auch Standardbegründungen, die kaum mehr glaubwürdig wirken. Wer etwa auf Ricardo nach einem Bett sucht, wundert sich, wie viele Gästebetten herumstehen, auf denen «fast nie jemand geschlafen hat» und die deshalb zu verkaufen sind.

5. Wählen Sie die Zeit
Am besten legt man das Ende einer Auktion auf jenen Zeitpunkt, an dem möglichst viele Nutzer online sind, also in die Abendstunden und/oder auf ein Wochenende. Denn Angebote erzielen häufig in der letzten Stunde die meisten (und damit höchsten) Gebote.

6. Wählen Sie einen tiefen Startpreis
Auch wenn es zunächst scheint, die neue Marken-Skijacke sei mehr wert: Wählen Sie einen möglichst tiefen Startpreis. Die Erfahrung zeigt: Ein hoher Anfangspreis wirkt abschreckend, Auktionen mit einem Startpreis von einem Franken hingegen verlockend. Also mutig sein und auch Teures mit einem Minimalpreis starten lassen. Es macht Spass, die flott eingehenden Gebote zu beobachten.

7. Seien Sie flink und höflich
Es wirkt professioneller, wenn Sie auf Fragen schnell reagieren und nach einem Verkaufsabschluss den Kontakt zum Käufer rasch herstellen. Ist der Käufer zufrieden, wird auch seine Bewertung positiv ausfallen.

Je positiver die Bewertungen, umso vertrauenswürdiger erscheint man als Anbieter. Im Kontakt mit (möglichen) Käufern gilt also das Motto: Immer flink und höflich sein.

Falls man etwas nicht allzu dringend loswerden will, lohnt es sich, die Auktion so lange wie möglich laufen zu lassen. So wird sie von mehr Interessenten gesehen.

Und: Nicht alle Artikel verkaufen sich gleich gut. Elektronik und Markenprodukte finden eher Interessenten als gebrauchte Kleider von unbekannten Herstellern.

Übrigens ist es üblich, vom Käufer eine Vorauszahlung zu verlangen oder den Artikel bei der direkten Übergabe bar zahlen zu lassen.

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