Das erfahren Sie rechtzeitig – also dann, wenn es die sicherheitspolitische Lage erfordert. Dann löst der Bund die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung aus und beauftragt die Gemeinden, die Anlagen bereitzumachen. Die Behörden teilen die Bürgerinnen und Bürger dann den einzelnen Schutzräumen zu. Bis heute hat der Bund aber keinen solchen Auftrag erteilt.

Wenn es in Ihrem Haus keinen Schutzraum hat, würden Sie vermutlich in einer öffentlichen Anlage in Ihrer näheren Umgebung unterkommen – zum Beispiel in einem Schulhaus oder Verwaltungsgebäude. In der Regel ist der zugewiesene Schutzraum nicht mehr als 30 Gehminuten vom Wohnort entfernt.

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Wenn Sie bereits jetzt wissen wollen, wo Sie im Ernstfall hinmüssen, können Sie sich bei der für den Zivilschutz zuständigen Stelle Ihrer Gemeinde oder Ihres Wohnsitzkantons erkundigen. Dass Sie eine Auskunft erhalten, ist allerdings nicht garantiert. Es steht den Behörden nämlich frei, ob sie die persönliche Zuweisung auf Anfrage schon heute angeben.

Zuteilung durch Gemeinde kann sich im Notfall ändern

Die Zuteilung ist grundsätzlich nicht öffentlich. Das liegt daran, dass die Kantone und Gemeinden sie rollend planen und regelmässig aktualisieren müssen. Wegen Zu- und Wegzügen, Geburten und Todesfällen oder neu verfügbaren Räumen kann sich laufend etwas ändern. Und wenn veraltete Planungen zirkulieren, führt das in einem Katastrophenfall schnell zu Verwirrung und Verunsicherung.

Falls Sie von Ihrer Gemeinde also überhaupt eine Auskunft erhalten, ist diese sowieso mit Vorsicht zu geniessen: Die Zuteilung kann sich ändern, und es gilt das, was die Behörden im Notfall anordnen. 

So oder so: Es gilt der Grundsatz «Jeder und jedem ein Schutzplatz». In der Schweiz sind gemäss dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz gegen neun Millionen Plätze vorhanden – der Deckungsgrad beträgt also über 100 Prozent. Obwohl es kantonale Unterschiede und örtliche Lücken gibt, finden im Krisenfall alle Einwohnerinnen und Einwohner irgendwo Schutz.