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FettsäurenOmega 3 schützt doch nicht vor Herzkrankheiten

Eine internationale Forschergruppe findet keinen Beweis dafür, dass Omega-3-Fettsäuren vor Herzkrankheiten schützen.

Wer glaubt, Omega-3-Kapseln seien nutzvoll, fischt im Trüben.
von aktualisiert am 02. August 2018

Die Hoffnung steckt im Joghurt, im Fischstäbchen oder in einer Kapsel voller Fischöl: Omega 3. So heisst die Fettsäure Fettarten Aufbau und Eigenschaften , die allerlei Gebrechen fernhalten soll. Sie wird von Millionen von Menschen jeden Tag als Nahrungsmittelergänzung geschluckt. Zusätzliches Omega 3 soll das Risiko senken, einen Herzinfarkt zu erleiden oder am plötzlichen Herztod zu sterben.

Doch die Datenlage spricht dagegen. Ob man sich Omega 3 zur üblichen Nahrung zuführt oder nicht, hat «keine oder nur eine geringe Auswirkung» auf die Gesundheit des Herzens. Zu diesem Schluss kommt die unabhängige Forschergruppe Cochrane.

Die Forscher haben 79 internationale Studien über die Wirkung von Omega 3 auf Herz und Kreislauf verglichen. Über 100'000 Menschen auf vier Kontinenten waren daran beteiligt. Das Ergebnis ist so ernüchternd wie bei früheren Studien über die Wirksamkeit von Omega 3 bei Demenz Demenz Leben mit dem Vergessen , Depressionen oder Degeneration der Netzhaut. Eine Wirkung ist nicht nachweisbar.

Omega 3 ist ein lebensnotwendiger Stoff Omega 3 Fisch auf den Tisch! . Der Bedarf wird bereits durch unsere Nahrung gedeckt. Das Fett findet sich in Baumnüssen, Lein- und Rapsöl, Soja, Spinat oder Himbeeren. Und vor allem in Aal, Lachs oder Sardellen.

Millionen Menschen schlucken nutzlose Fischölkapseln

Trotzdem schlucken Millionen von Menschen Omega 3 in Kapseln voller Fischöl und verabreichen es auch ihren Hunden und Katzen. Omega 3 ist ein Riesengeschäft mit 30 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr, wie der britische «Guardian» schätzt. Zur Gewinnung des Öls werden Millionen von Tonnen Fisch gefangen und zu Öl verarbeitet. Neuerdings wird auch Krill vor der Antarktis ausgebeutet. 

Wenn nun Omega 3 gar nicht das bewirkt, wofür es angepriesen wird, werden ganze Fischbestände wie die Peruanische Sardelle dezimiert, um nutzlose Nahrungsmittelergänzungen Nahrungsergänzung Gesund mit Chemie? herzustellen.

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René Ammann, Redaktor

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6 Kommentare

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hunnius
"Omega 3. So heisst die Fettsäure" bereits hier ist klar, dass die Zusammenfassung einer nicht weiter ausgeführten Analyse nicht verstanden wurde. "Omega-3" ist kein Stoff wie z.B. Acetylsalicylsäure (Aspirin), sondern die Bezeichung eines Strukturelements einer ganzen Gruppe von Fettsäuren. Die Wirkungen der einzelnen Omega-3 Fettsäuren können sich stark unterscheiden. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Schlussfolgerung der Cochrane-Analyse wäre unbedingt nötig bevor mit Schlagworten Konsumenten verunsichert werden.

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aceniro
Ja genau es wird alles schön mit der Nahrung gedeckt, wir brauchen nichts zu schlucken/konsumieren und wir sind alle gesund. Und trotzdem erkranken immer mehr Menschen an Herz- und Gefässkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, Krebsarten, Gicht, Demenz, Karies usw. (die Liste ist lang) Schon den Kindern wird eingeprägt, man muss 5 mal täglich Gemüse und Früchte essen. In Zahlen mindestens 500 Gramm Gemüse und 300 Gramm Früchte. Und jetzt kommt es, kennt irgendjemand einen der das tagtäglich konsumiert. Schlicht nicht möglich. Viele Krankheiten entstehen durch den Mangel an Nährstoffen. Im Artikel steht es sogar: "Omega 3 ist ein lebensnotwendiger Stoff Omega 3 Fisch auf den Tisch! . Der Bedarf wird bereits durch unsere Nahrung gedeckt. Das Fett findet sich in Baumnüssen, Lein- und Rapsöl, Soja, Spinat oder Himbeeren. Und vor allem in Aal, Lachs oder Sardellen." Wenn jemand täglich sich mit den genannten Lebensmittel ernährt ist das vollkommen richtig, aber ich kenne viele Menschen die ihr ganzes Leben keinen Fisch probiert haben, und da spricht nichts dagegen Omega 3 zu schlucken.

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ina
Leider ist es genauso, wie barbarella schreibt: unbrauchbar. Cochrane ist nicht so unabhängig wie man uns glauben machen möchte: im 2013 hat die „Süddeutsche“ berichtet, dass für eine Untersuchung über die Wirksamkeit der HPV-Impfungen nur Studien als Grundlage heran gezogen wurden, die die Wirksamkeit der Impfung stützten. Wenn nicht klar ist, was in den 79 Studien zu Omega 3 ausgewertet wurde und wer die Studien finanziert hat, ist eine solche Aussage zu hinterfragen und keinesfalls einfach zu glauben. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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barbarella
Leider sind solche Beiträge völlig unbrauchbar: Schlagwörter ohne Inhalt. Eine unabhängige Forschergruppe habe 79 Studien ausgewertet. Was genau untersucht wurde? - Keine Angabe. Also: Null Informationswert, aber eine tendenziöse Behauptung. Wer's glaubt wird selig. Und hier sind wir beim Thema: Vieles deutet darauf hin, dass die positive Wirkung von Substanzen, seien es nun klassische Medikamente, Zuckerkügeli oder Nahrungsergänzungsmittel zu einem überwiegenden Teil auf eine positive Erwartungshaltung (man könnte auch sagen: auf den Glauben) der Konsumenten/Patientinnen zurück zu führen ist. Dass die Ausbeutung der Ressourcen unserer Welt nicht nachhaltig ist, wissen wir unterdessen alle. Die Ökobilanzen der Pharmakonzerne sind wohl kaum besser als diejenigen der Nahrungsergänzungsmittelkonzerne. So what.

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