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IV-RenteEin Leben lang gearbeitet – vom Gericht abgestraft

Werner Mäder* quält sich trotz Schmerzen jahrzehntelang zur Arbeit. Bis er irgendwann eine IV-Rente beantragt. Doch die Gerichte stoppen den Mann.

Besonders bitter: Werner Mäder* musste auch die 17'000 Franken Prozesskosten berappen.
von aktualisiert am 04. Januar 2018

Man kann sich den «gmögig» wirkenden Mann als Traumangestellten vorstellen: fleissig, pflichtbewusst, loyal. Doch wenn Werner Mäder* auf den Gerichtsentscheid zu sprechen kommt, verliert er die Gelassenheit. «Was dieser Richter geschrieben hat, ist eine Frechheit.» Man habe ihn als faul hingestellt.

Dabei war es für Mäder immer eine Selbstverständlichkeit, hart zu arbeiten. Er wuchs ohne Vater in einer kinderreichen Familie auf, ging als Kind den Bauern helfen, «weil es dort gutes Essen gab». 

Durch die Schule kam er mit Ach und Krach. In der Lehre als Schlosser fingen dann die Beschwerden an. «Ich habe nichts anderes gekannt, als unter Schmerzen zu arbeiten.» 

Am ganzen Körper Schmerzen

Es begann mit Entzündungen in den Gelenken, an den Armen, Beinen, Hüften, die immer schlimmer wurden. Mäder hatte unter anderem eine Hüftarthrose und Lähmungserscheinungen in den Beinen, konnte kaum noch gehen, musste mehrmals die Ellbogen operieren lassen. Zum Arzt ging er trotzdem jahrelang nicht. Heute hat er von der Schulter bis zu den Füssen Schmerzen. Woher die Beschwerden kommen, dafür hat er letztlich keine Erklärung.

Doch Jammern ist nicht seine Art, immer hat er die Zähne zusammengebissen und sich so arrangiert, dass es irgendwie weiterging. In seinem angestammten Beruf konnte er bald nicht mehr arbeiten, also wechselte er mehrmals die Branche und den Wohnort. Um seine Anstellungen nicht zu gefährden, verschwieg er, dass er körperliche Probleme hatte. Auf Anraten von Ärzten nahm er jahrelang enorme Dosen von Schmerzmitteln. Ohne hätte er nicht arbeiten können.

2006, als die Beschwerden schon weit fortgeschritten waren, diagnostizierte ein Arzt eine «Erkrankung der Wirbelsäule, der Hüfte und der Schultergelenke und des linken Fusses». Mäder solle Arbeiten aussuchen, die «regelmässige Positionswechsel sowie eine Entlastung der Wirbelsäule erlauben» – genau so hatte er es schon lange gemacht. Manchmal hatte er zwei Jobs gleichzeitig, um die körperlichen Belastungen auszugleichen: Beim einen konnte er sitzen, beim anderen stehen. Und damit er weiterhin Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatte, bildete er sich stetig weiter, holte in Abendkursen die Matura nach.

«Was dieser Richter geschrieben hat, ist eine Frechheit!»


Werner Mäder*, IV-Rentner

Werner Mäder war unter anderem Zugbegleiter und Wachmann bei der Securitas. Doch nach einigen Jahren konnte er nicht mehr so lange stehen. Also suchte er sich eine Arbeit im Detailhandel. Als er keine Gestelle mehr auffüllen konnte, wechselte er an die Kasse. 

Mit der Zeit waren die Schmerzen aber so stark, dass er nur noch mit einer Hand arbeiten konnte. «Die Kunden in der Warteschlange fluchten laut, weil es so langsam vorwärtsging.» Mäder war an einem Wendepunkt angelangt. Nach Jahrzehnten des Sich-Durchbeissens musste er einsehen, dass er nicht mehr konnte. Doch statt sich krankschreiben zu lassen, kündigte er die Stelle. 2011 meldete er sich bei der IV an.

Zuletzt war er zu 60 Prozent bei der Migros angestellt gewesen und hatte daneben an einer Fernuniversität Rechtswissenschaften studiert. Seine Idee war, in einer Anwaltspraxis im Sekretariat zu arbeiten, doch auf seine Bewerbungen hagelte es Absagen. «Eine gewisse Naivität ist mir nicht abzusprechen», sagt Mäder, und ein leichtes Schmunzeln erscheint auf seinem Gesicht. Einen Quereinsteiger über 50 würde wohl kaum ein Anwalt als Sekretär anstellen.

Es war die Pensionskasse, die klagte

Vier Jahre lang wartete er auf den Rentenentscheid, lebte von der Sozialhilfe und leistete Freiwilligenarbeit als Museumsaufseher. 2015 sprach ihm die IV eine volle Rente zu. Neben zahlreichen körperlichen Leiden diagnostizierten die Ärzte auch mittelschwere Depressionen. Mäder wurde als zu 50 Prozent arbeitsunfähig eingestuft, seine «Restarbeitsfähigkeit» galt für die IV als «nicht verwertbar». Der damals 57-jährige, offensichtlich kranke Mann fände realistischerweise keine Anstellung mehr.

Gegen den IV-Entscheid legte die Migros-Pensionskasse Beschwerde ein. Sie wäre zu einer Rentenzahlung verpflichtet gewesen. Sie brachte vor, der entscheidende Gesundheitsschaden sei erst nach der Anstellung bei der Migros bekanntgeworden, daher sei sie nicht zahlungspflichtig. Die Pensionskasse bekam vor Sozialversicherungsgericht recht. Mäders Anwalt kann den Entscheid nachvollziehen.

Doch das Gericht hob gleich die ganze IV-Rente auf. Selbst für Juristen schwer verständlich, errechneten die Richter eine Arbeitsunfähigkeit von lediglich 15 Prozent. Damit entfällt der Rentenanspruch. Das Gericht fand, Mäder – 59 und kaum fähig, irgendeine Tätigkeit ohne Schmerzen auszuüben – sei sehr wohl vermittelbar im Arbeitsmarkt. Und da er jahrelang vollkommen freiwillig Teilzeit gearbeitet habe, sei sein Rentenanspruch sowieso stark reduziert. 

Diese Begründung empört Mäder: «Ich habe Teilzeit gearbeitet, weil ich daneben ein Studium machte – und auch wegen der Schmerzen.» Mäders Anwalt, Andreas Noll, findet die Urteilsbegründung «sachlich falsch». Die Richter hätten schlicht ignoriert, dass Mäder neben der Arbeit studiert habe. «Somit wird ein Mensch abgestraft, der stets die Zähne zusammengebissen hat.» Es sei stossend, dass das Gericht einen Entscheid der IV aufhebe, der auf mehreren ärztlichen Gutachten beruhe – ohne neue Abklärungen vorzunehmen. «Manche Richter wollen wohl den sozialpolitischen Sparkurs stützen», sagt Noll.

Er mag nicht mehr kämpfen

Doch auch der Gang vors Bundesgericht half Mäder nicht: Die höchste Instanz stützte das Urteil des Sozialversicherungsgerichts im Wesentlichen. Nun muss Mäder erneut Sozialhilfe beziehen. «Dass es einmal so weit kommen würde, hätte ich nicht im Traum gedacht.» Besonders bitter: Er musste auch die Prozesskosten von 17'000 Franken berappen, da er keine unentgeltliche Rechtspflege bekam. Offen ist, ob er die bereits bezogenen IV-Gelder zurückzahlen muss.

Kämpfen mag Werner Mäder nicht mehr, jammern mag er auch nicht. Doch etwas wird bleiben: Er fühlt sich von der Justiz betrogen.


*Name geändert

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16 Kommentare

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walterroos
Zu einem späteren Zeitpunkt schreibe ich die letzten zwei Kommentare. Step by step…; zuerst wird die Rolle der MPK kommentiert die falsche Informationen an Ihre Rechtsvertreterin leitete, die dann das ganze als Behauptung verpackte. Alle diese Behauptungen! da stehen einem die Haare zu berge, wenn man diese liest. Eine hatte es in sich und ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Frage: hat die Migros so etwas nötig! warum tut sie dies? … die Akteuere der Migros können sich an Ihrem Vertrauensarzt orientieren. Einer der nicht einfach dem System gehorsam leistete und bemüht war Wahrheit's nah nachzuvollziehen. Und seine Analyse war ein Volltreffer. Nicht allen ist die Findung nach der Wahrheit fremd. ___________________________________________________Mein letzter Kommentar befasst sich mit den beiden Gerichtsurteilen. Fehler um Fehler werden aufgelistet und analysiert. Ein Richter der womöglich gezielt den SV verzerrte. So viel Fehler, Fehlabschriften können kein Zufall sein. Doch dazu später, zurzeit habe ich einfach keine Kraft um den ganze "Schmarren" zu kommentieren zu belegen und zu beweisen. Der Sozialversicherungsrichter von ZH muss sich dies selber zuschreiben lassen. Und wir Bürger die schon sehr früh lernten was Arbeiten heisst, müssen und dürfen sich dies nicht bieten lassen. Ansonsten geht der Rechtsstaat vor die Hunde...

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walterroos
eine neuanmeldung undenkbar. das ganze theater kostete mich bis jetzt dank bundesgericht 17'000 sfr und hinzu kommen nochmals mindestes 6'000 sfr und … evtl auch mehr. man wird mir auf das freizügigeitskonto zugreiffen und es blündern. die 17'000 sfr konnte ich noch bezahlen, aber dann, aber dann. wie kann das bundesgericht (bundesrichterin)monieren, dass die vorinstanz sich um knapp 50% beim iv grad verrechnet hat und dann gleichzeitig die kosten aufbrummen. "das sind menschen die i. d. R in den wohlstand geboren wurden und die schauen in erster linie für ihre eigene pfründe". ich musste arbeitsmässig seit längerem aus gesundheitlichen gründe kürzer treten und habe bis zum zweiten bs- vorfall mit lähmungserscheinungen weitergearbeitet auch zu tieferem lohn. meine AUF auf dem ausgeübtem beruf wurde selbst von der medas mit 100% taxiert. und der richter der vorinstanz, rechnet den iv grad auf 16% hinunter. angeblich soll ich selber schuld sein für die lohneinbussen und freiwillig die arbeit reduziert haben. das ganze untermauerte er dann. auch die gesellen/innen der migos pensionskasse gab falsch Informationen an ihre anwältin weiter, die dan das ganze als behauptung weiter leitete. jedoch ein grosses kompliment an den vertrauensarzt der migros. seine schlussfolgerungen waren in jeder hinsicht korrekt und er hatte den nagel auf den kopf getroffen. anscheinend gibt es auch noch menschen die ein ethisch- und moralisches gewissen haben und sich nicht blind dem system im system nach kadavergehorsam unter orden um geld und karriere auf kosten anderer zu machen.
walterroos
Die Migros behauptete, dass man seitens des Arbeitgebers keine Einschränkungen der Arbeits-fähigkeit feststellte und dass ich ein rechtswissenschaftliches Weiterbildungsmodul absolvierte. Leider stimmen beide Aussagen die 1 : 1 ins Gerichtsurteil übernommen wurden nicht. Erstens war ich im Studiengang BLaw eingeschrieben und habe von 8 Module deren 7 abgeschlossen. Infolge meiner Gelenkerkrankungen (Entzündung bedingt) musste ich mich nach getaner Arbeit erholen. Zweitens ist es nicht korrekt, wenn die Migros behauptet, dass man von meinen Einschränkungen nichts gewusst haben soll. Wenn die Migros Akteure solche dreisten Behauptungen aufstellen, sollte man sich nach deren «Motiv» fragen. Richtig ist, dass ich anfänglich meine Beschwerden verschwie-gen habe um meine Arbeitsstelle (Bewerbung) nicht zu gefährden, da ich dachte, es wird schon irgendwie gehen. Als die Beschwerden nach einiger Zeit, diesmal in den oberen Extremitäten stark zunahmen, (die unteren Extremitäten waren schon lädiert!) habe ich meine direkte Vorgesetzte informiert und Sie meinte, dass Sie mich nach Möglichkeit vermehrt in der oberen Etage einsetze, wo es weniger hektisch zu und her gehe. Trotzdem wurden die Schmerzen immer schlimmer, und als ich den rechte Arm nicht mehr bewegen konnte, beförderte ich die Einkaufsware einarmig über das Verkaufsband und die Kunden riefen zum Teil lauthals aus, ob das nicht schneller gehe. Als der Schmerz und die Lähmungserscheinungen im rechten Arm unerträglich wurden, habe ich gekündigt. Anm.: Vor Jahren hatte ich ein dejà vue in den unteren Extremitäten und musste das Bein hinten nachziehen, da ich nicht mehr richtig laufen konnte. Seitdem musste ich darauf achten, dass ich die allg. Schmerzen, wenn möglich ohne Medi wieder in den Griff bekam und habe mich mit noch machbaren Teilzeitstelle über Wasser gehalten. Das nennt dann der Richter freiwillig…!!! dabei habe ich alles seit Jahren alles unternommen um im Arbeitsprozess bleiben zu können. So geht man mit Menschen in diesem Land um, die im Alter Invalid werden um ihnen keine IV- Rente zahlen zu müssen. Und nun zur Migros zurück. Wenn die Damen und Herren glauben, falsche Behauptungen aufstellen zu müssen, dann Blenden wir ca. 15 – 16 Jahre zurück als ich bei der Migros Basel tätig war. Dort hatte ich nach kurzer Zeit grosse Probleme mit den unteren Extremitäten. Als ich den Stv. Leiter der Filiale danach fragte, ob ich evtl. an der Kasse arbeiten könne, hiess es «eher nicht»! danach bekam ich weniger Stunden. Frage: Zufall oder nicht, ich weis es nicht. Und da ich ja von etwas leben musste, habe ich mich bei Coop beworben. Zu jener Zeit holte ich da Abi als Werkstudent nach und wollte um jeden Preis trotz allen meinen gesundheitlichen Einschränkungen es beenden. Jedenfalls durfte ich bei Coop mehrheitlich an der Kasse tätig sein und schaffte das Abi auch. Die teils starken Entzündungsschmerzen habe / musste ich mit Medi überdecken um überhaupt Arbeitstätig sein zu können / bleiben. Alles Freiwillig…!!! Eine Schande was sich der Richter der Vorinstanz alles erlaubte zu fabulieren. Anm.: mit vollem Wanz lässt sich gut reden. Mit 59 (vor ca. 1 Jahr) hetzt man mich auf das Sozialamt um das Gnadenbrot in Empfang zu nehmen. Ca. 1 Jahr zuvor sprach mir die IV eine volle Rente zu, die per Gerichtsentscheid nach nur ca. 1 Jahr wieder rückgängig gemacht wurde.
walterroos
Merkwürdig: Auszug aus dem Schreiben der MPK … Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass die Einbusse an funktionellen Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich schon früher (sicher vor 2010) zu mindestens 40% bestand. Gemäss unserem Vertrauensarzt müsste der Beginn der invalidisierenden Arbeitsfähigkeit auf einen früheren (sicher vor 2010) festgelegt werden und es muss somit von einer verspäteten Anmeldung ausgegangen werden. Wir sind uns bewusst, dass diese Änderung für den Anspruch aus der Invalidenversicherung keine Bedeutung hat. Dennoch bitten Sie, den Vorbescheid entsprechend anzupassen. Anm.: die IV stütze sich bei der IV- Rente auf zwei relevante Arztberichte ink. den Medasbericht. Alle drei attestierten eine AUF von 100% auf dem erlernten Beruf, als auch auf der zuletzt ausgeführter Tätigkeit. Jedoch eine Arbeitsfähigkeit von 50% in adaptiver Tätigkeit. Die IV sprach ein 100 IV- Rente, die dann das Gericht wieder rückgängig machte! Ich habe mich mit grossen Anstrengungen, willentlich im Arbeitsprozess gehalten bis zum def. Crash (siehe Diagnose) und das Gericht schreibt: freiwillig…! Der Gerichtsentscheid mit all seinen implementierten Fehlern werde ich zu einem späteren Zeitpunkt als letzter Beitrag senden.

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laura
Der einzige Weg wäre wohl noch der Gerichtshof für Menschenrechte in Den Haag. Mir geht es in etwa ähnlich. Jedoch ist mein Entscheid vor Bundesgericht nocht offen. Das Gutachten welches erstellt wurde, ist fahrlässig, voller Fehler. Ich war dermassen durch den Wind, dass ich nicht mehr wollte. Ich dachte, die IV hilft bei Krankheit. Jedoch bin ich durch die IV nur noch viel depressiver und selbstmordgefärdeter geworden. Ich bin traumatisiert darum wurde ich krank. Ich muss mich ebenfalls alleine durch alle Gerichte selber schlagen. Das kostet mich so viel Kraft, dass ich manchmal nicht mehr kann. Ich wünsche Herr Mäder alles Gute. Vielleicht hilft ihm eine Stiftung weiter. Auf jeden Fall sollte er eine Rechtsschutzversicherung abschliessen und sich bei der IV neu anmelden. Es wird endlich Zeit, dass wir Kranke wirkliche Hilfe erfahren und nicht wie Kriminelle behandelt werden die auf das Sozialamt geschickt werden. Zudem sollten Arbeitgeber bereit sein, auch kranke Menschen zu beschäftigen. Es wird Zeit, dass die IV Praxis saniert wird, die IV-Berater menschlicher werden und mit den Patienten zusammen sinnvolle Lösungen suchen. Den Schwächsten sollte man zuerst helfen und nicht einfach abschieben. In diesem Sinne wünsche Ich allen Kranken und Verletzen von Herzen viel Liebe und Unterstützung.
walterroos
eine neu anmeldung! nein danke. nochmals 8 jahre "folter" und ungereimtheiten; dann bin ich längst gestorben. und wenn ich mir den gesamtschaden von sfr 23'000.- betrachte (hinzu kommend ca. 12 x 1000.- entgangene el gelder) = 35.000 sfr bis jetzt... wer tut sich das an? ich bestimmt nicht mehr. zu hoffen ist, dass ich noch das reguläre ahv alter erreiche, wenn überhaupt. anm.: meine beiden eltern starben mit 62 bezw. 63 und dies dürfte ergo auch mein zu erwartendes alter sein. mein beispiel zeigt; als arbeiter hast du die arschkarte gezogen, wenn du im hohen alter invalid wirst. jetzt lebe ich vom gnadenbrot der sozialhilfe. angeblich berechtigt es eben nicht eine iv zu bekommen. auch nicht, wenn die medas ärzte schrieben AUF 100% auf dem erlernten beruf, als auch auf dem zuletzt ausgeübter tätigkeit. AUF 50% jedoch 50 AF in adaptiver tätigkeit. die iv sprach mir nach längerem kampf, der mein anwalt ausfoch eine 100% rente gut, da die restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei, wie sie schrieb.

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Sozialversicherungsberater
Der Artikel hinterlässt viele Fragen und erlaubt es dem Leser nicht diesen Fall zu beurteilen. Hat das Bundesgericht die anonymisierte Fassung des Urteils noch nicht veröffentlicht, sodass man nicht die Urteilsnummer oder gar einen Link auf das Urteil angeben konnte? Was soll der Satz "Selbst für Juristen schwer verständlich, errechneten die Richter eine Arbeitsunfähigkeit von lediglich 15 Prozent." bedeuten? Für welche Juristen war das konkret schwer verständlich? Hat der Beobachter nur den Anwalt von Herrn "Mäder" gefragt oder ist das die Meinung von namhaften Experten im Invalidenversicherungsrecht? Hat der Anwalt von Herrn "Mäder" in der Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht nicht erwähnt aus welchen Gründen Herr "Mäder" nur Teilzeit gearbeitet hat? Auf Grund des Verbots des Vorbringens von neuen Tatsachen in Artikel, welche man schon im Verfahren vor der Vorinstanz hätte nennen können in Artikel 99 des Bundesgerichtsgesetzes, kann man dies nicht in der Beschwerde beim Bundesgericht nachholen. Es ist nicht neu, wie das Bundesgericht bei Teilzeiterwerbstätigen den Invaliditätsgrad berechnet. Der Artikel erläutert nicht mit welcher Begründung im Urteil des Bundesgerichts Herr "Mäder" keine unentgeltliche Rechtspflege erhalten hat. War er wegen Vermögen oder Einkommen allenfalls einer Ehefrau nicht prozessual bedürftig? Oder wurde die Beschwerde beim Bundesgericht vom Bundesgericht als von vorneherein aussichtslos eingestuft? Wenn letzteres der Fall war, hat der Anwalt von Herrn "Mäder" dies vor der Einreichung der Beschwerde erkannt und Herrn "Mäder" vor dem Kostenrisiko gewarnt? Gerade wenn Begründung des Urteils des kantonalen Versicherungsgerichts so "schwer verständlich" ist, wundert man sich wieso er im Verfahren vor Bundesgericht keine unentgeltliche Rechtspflege bekam.
walterroos
Sehr geehrter anonymer Sozialversicherungsberater! Es erlaubt dem Leser sehr wohl, den Fall zu beurteilen. Alles andere wäre Zensur. Wenn die Vorinstanz Fehler um Fehler in's Urteil pflastert, stellt sich die Frage warum? Wenn die Vorinstanz Sachen ins Urteil mit Anmerkungen implementiert, die mit meiner Person rein gar nichts zu tun haben, stellt sich die Frage warum. usw. usf. und gem. Bundesgericht hat der angeblich erfahrene Richter sich um knapp 50% beim IV- Grad verrechnet und trotzdem wurden mir *W. Mäder die Kosten übertragen. Keine unentgeltliche Rechtspflege, obwohl die Vorinstanz sich nicht nur im rechnen so frappant vertan hat? "...wollte man so womöglich verhindern, verunmöglichen, dass Herr *W. Mäder das Urteil weiter nach Strassburg zieht, indem man aus Ihm den letzten Franken presst und in so in die Armut treibt. " Zu einem späteren Zeitpunkt, erfolgt ein weiteren Kommentar, der Aufdeckt, "Rechtsstaat drauf, heisst nicht Rechtsstaat drin"! Die Schlussfrage lautet: können so viele implementierte Fehler, sei es im Verfahren oder Urteil, wo man teils gezielt den IV- Gewordene schlecht redet, Zufall sein. Wohl kaum... Die Tiefenpsychologische Fehleranalyse erfolgt später.
walterroos
Alle Aerzte/innen, die mich Leibhaftig untersucht haben, gaben die Befunde / Diagnose wahrhaftig wieder. Jeder med. Gebildeter Laie weis, dass solche Schäden nicht von Heute auf Morgen einfach da sind. (Ohne diese Diagnose, würde man mich vermutlich noch als Simulant "Scheininvalider verdächtigen). Im Gegensatz zum Richter habe ich schon früh als Kind und Jugendlicher in der Mechanischen und auf Bauernhöfe im Feld und im Stall gearbeitet um mir so ein Zusatzbrot verdient. Ich habe immer gerne neben der Schule gearbeitet, auch wenn die Tage lang wurden. Und da ist es selbstredend, dass der Körper so, je nach Konstitution schneller durch ist. ____________________________________ Med. Diagnosen AC- Artrose, Cox- Artrose, Chron. Cervicoradikuläres Reiz- und Ausfallsyndrom C7 und C8 bei grosser nach caudal luxierter Discushernie C6/7 mit discaler Duralsackimpression und Nervenwurzelkompression C7 und C8 rechts. Multivektorielle Protrusion C5/6. Osteochondrose C5/6 und C6/7. Unkovertebralartarthrosen C5/6 bds. Mit Neuroforamenstenosen bds. Chro. Periathropathia humerosecapularis calcarea rechts mit Bursitis subacromalis. Chro.Epicondylopathia humeri radialis rechts. Chron. Lumbospondylogenes Syndrom, vd. Auf lumboradikuläres Reizsyndrom L5 links. Facettengelenkarthrose L4/5. Diabets mellitus Typ 2, Hypercholesterinämie. Chron. Fusschmerzen links bei Nachweis eines Fersensporn. Generalisierte Gelenkschmezen. Länglich konfigurierte bis zu 6 cm lange Weichteiverkalkung, posttraumatische Myositis ossificans. Scapula-Dyskinesie links > recht. Vd. Frozen Shoulder rechts bei deutlicher Scapula-Dyskinesie. kardiologie: synkope ICD-10: F33.8 kombiniert mit emotional instabilen anankastischen und schizoiden Zügen ICD-10: F61. ICD10: F17.1.
walterroos
Ich habe immer gearbeitet bis zu meinem 53 J.; wenn auch nur Teilzeitig um mich über Wasser zu halten und um den dauerhaften Schmerzen auszuweichen. Meine körperlichen Gebrechen habe ich bewusst verschwiegen um nicht auch noch aus dem Arbeitsprozess geschleudert zu werden. Dabei habe ich auch tiefer bezahlte für mich noch machbare Arbeiten angenommen. Nebenher holte ich als ehemaliger Schulversager mit 45J. u. a. als Werkstudent das Abendgymnasium nach und absolvierte mit Erfolg das halbe BLaw Programm bis ein weiterer körperlich bedingter Crach (Lähmungen) mich nach längerer Leidensgeschichte (siehe Diagnose) def. aus dem Arbeitsleben schleuderte. Das anschliessend sehr Lange andauernde IV Verfahren war für mich reinste "Folter"! und Anfänglich wurde mir Akteneinsicht nicht gewährt, bis ich die Behörde (oder war es die Regierung) einschalten musste. In den Akten standen anfänglich Fehler wie: "er war dort nie in Behandlung usw. usf." Fehler an Fehler reihten sich von A-Z inkl. Gerichtsurteil. Die Tiefenpsychologische Fehleranalyse erfolgt später.
walterroos
Es grenzt an ein Wunder, dass man mir keinen "Schnüffler" per Gerichtsentscheid auf den Hals hetzte. So einer fehlt noch. Einer der wie die Andern im IV- Verfahren "sei es die Migros PK, ihre Mandatsvertreterin/Anwältin oder der Richter" die Invalid gewordene per se vorsätzlich schlecht reden. // Wie dies geht, hat der Grüne Nationalrat und Arzt Dr Lukas Fierz im Buch, Begegnung mit dem Leibhaftigen, aufgezeigt. Seine Reportagen aus der heilen Schweiz erzählen Erlebnisse, die weitergegeben werden müssen. Im Buch wird u. a. auch aufgezeigt wie Gerichte und Richter in diesem System funktionieren. Er schreibt: "Gerichte sind Glückssache. Neben fähigen und speditiven Richtern gibt es auch die verschlafenen, faulen und unklaren. diejenigen halt, die eine Partei nicht anders zu versorgen wusste. Solche Richter fällen Urteile, ohne Akten und Argumente zur Kenntnis zu nehmen oder zu verstehen". // Ergänzend: im Sozialversicherungsrecht gilt das Prinzip der Anonymität; d. h. kein Richter muss den Menschen in die Augen sehen, dem er die Versicherungsleistungen streicht. Der Richter kann sich auf die Schulter klopfen und sein Ego wird womöglich durch Andere noch erhöht und Schein gestärkt. ...wenn ich sehe wie der Richter (zu minder hat er unterschrieben) am Sozialversicherungsgericht ZH, Fehler an Fehler ins Urteil pflastert, frage ich mich, hat er das IV- Dossier überhaupt richtig gelesen. Die Zahl der Fehlern sind unerklärlich und lassen womöglich darauf schliessen, dass das Urteil schon im voraus tendenziell... vor Akteneinsicht gefällt zu haben. Im Gegensatz zu diesem Richter hat die IV auf der Grundlage zweier IV- Arztberichte und dem Medas- Gutachten die Rente gesprochen. Und wenn der Richter glaubt auch noch frei erfundene Sachen ins Urteil hinein zu implementieren, dann soll er es tun. Es wieder spiegelt den Charakter dieser Person. Und an einem Ort kommt (womöglich durch Frustration) sein vollendeter Zynismus zum tragen. Anders ist es nicht erklärlich, wie dieser Herr den im Alter IV- Gewordene schlecht zu reden versucht. Gelingen wird es Ihm nicht, denn meine Kollegen/Innen kennen mich von früher als Chrampfer und ehrlichen Mensch. Um das schlecht reden eines IV Gewordener zu vollenden, hetze/setze man jetzt noch so einen *Schnüffler* auf mich an. - Verstehen Sie liebe Leser mich nicht falsch, gegen Betrug und Betrüger sind wir alle normal und aufrichtig denkende Bürger. Das muss auf allen Ebenen Verhältnis mässig bekämpft werden. So auch der Steuerbetrug etc. etc. ___________________________________________________Aus: Begegnung mit dem Leibhaftigen. Lukas Fierz (Arzt und Grüner Nationalrat) IN SPRECHZIMMER UND IRRENHAUS, AUF DER STRASSE UND IM PARLAMENT TRIFFT MAN MÖRDER UND SELBST-MÖRDER, HUREN UND HEILIGE, KÜNSTLER UND KRIEGS-VERBRECHER, VERSICHERUNGSBETRÜGER UND BETROGENE VERSICHERTE, MACHTHABER UND OHNMÄCHTIGE, STERBENDE UND SOLCHE DIE MAN NICHT STERBEN LÄSST.

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