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KrankenkasseWegen Migräne keine Zusatzversicherung?

Frage: Ich möchte bei meiner Krankenkasse eine Zusatzversicherung abschliessen. Doch die Kasse lehnt mich ab, weil ich früher an Migräne litt. Das hat sich aber inzwischen sehr gebessert. Dürfen die mich ablehnen?

Da es sich bei Krankenkassen-Zusätzen nicht um obligatorische Versicherungen handelt, dürfen die Kassen Patienten ablehnen.
von aktualisiert am 29. August 2017

Ja, die Krankenkasse darf Sie völlig legal abweisen, da es sich nicht um eine obligatorische Versicherung handelt. Die Kasse hat kein Inte­resse, Sie zu versichern, da eine Wahrscheinlich­keit besteht, dass Sie wegen Ihres früheren Leidens die Versicherung in Anspruch nehmen. Sie sind als Vertragspartnerin schlicht nicht attraktiv für die Kasse.

Trotzdem sollten Sie nicht aufgeben. Stellen Sie Aufnahmegesuche auch an andere Kassen. Nicht alle haben die gleichen Prüfungskriterien. Versuchen Sie es auch nochmals bei der Leitung des Kundendienstes der Kasse, die Sie abgelehnt hat. Ihr Hausarzt könnte schriftlich bestätigen, wie lange Sie bereits migränefrei sind. Sie könnten auch das Gesuch stellen, dass man Sie mit einem Gesundheitsvorbehalt aufnimmt. Das heisst: Sie sind dann zwar versichert, die Krankenkasse übernimmt aber keine Kosten, die im Zusammenhang mit Migräne anfallen.

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