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RauchenStoff in E-Zigaretten ist krebserregend

Der Dampf von E-Zigaretten enthält schädliche Dosen an Formaldehyd und Diacetyl.

Bei den E-Zigaretten entsteht Formaldehyd, wenn sogenannte Hilfsstoffe erwärmt werden.
von aktualisiert am 12. April 2018

Im Dampf entwickeln E-Zigaretten grössere Mengen an gesundheitlich problematischen Substanzen. Das haben Forscher aus Boston festgestellt. Im Labor fanden sie bei 60 Prozent der Proben sogar krebserregenden Formaldehyd.

Das Einatmen von Formaldehyd über längere Zeit beeinträchtigt die Lungenfunktion, führt zu chronischen Atemwegserkrankungen und kann Krebs vor allem im Nasen-Rachen-Raum verursachen. Bei den E-Zigaretten entsteht Formaldehyd, wenn sogenannte Hilfsstoffe erwärmt werden. 

Den Richtwert weit überschritten

Die durchschnittlich gefundene Menge Formaldehyd entspricht dem Fünffachen des in der Schweiz gültigen Richtwerts für Wohn- und Aufenthaltsräume. Und sie war um 70 Prozent grösser als die Dosis, die in den USA an Arbeitsplätzen nicht überschritten werden darf – nicht einmal für wenige Sekunden.

Drei Viertel aller getesteten Dämpfe enthalten eine weitere gesundheitsschädliche Substanz: Diacetyl. Diesen Aromahilfsstoff bezeichnet das deutsche Umweltbundesamt als «gesundheitlich bedenklich». Er kann zu schweren Lungen- und Atemproblemen führen. Der äusserst flüchtige Hilfsstoff ist in Dampfliquiden mit Erdbeer-, Piña-colada- oder Karamell-Geschmack enthalten.

Nächste Generation Süchtiger

«E-Zigaretten sind fraglos weniger schädlich als Zigaretten», sagt Joseph G. Allen, Mitautor der Studie. Seiner Meinung nach nutzen sie Nikotinabhängige, um von Zigaretten loszukommen. 

Allerdings seien E-Zigaretten auch ein Einstieg ins Zigarettenrauchen. In den USA würden 22 Prozent der 14-jährigen Schülerinnen und Schüler zuerst E-Zigaretten dampfen. «Das abhängig machende Nikotin von E-Zigaretten führt zur nächsten Generation traditioneller Zigarettenraucher.» 

Der Anteil jugendlicher E-Zigaretten-Dampfer ist auch hierzulande überdurchschnittlich hoch Rauchen Neue Tricks – alte Lügen . Bei den 15- bis 19-Jährigen liegt er bei 32,7 Prozent – das Doppelte des Schweizer Durchschnitts (15,3 Prozent).

 

 

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4 Kommentare

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conclusioner
Bemerkenswert, dass eine bereits 2015 völlig entkräftete Studie (https://www.clivebates.com/spreading-fear-and-confusion-with-misleading-formaldehyde-studies/) heute nocheinmal aufgewärmt wird.

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pscholle
Recherche ist wohl zu viel verlangt. Menschen die solche undifferenzierten und schlecht recherchierten Artikel verfassen sollten sich einmal vor Augen führen, dass sie für den Tod unzähliger Menschen verantwortlich sind, weil diese Aufgrund der Angstmache bei den um vielfach schädlicheren Zigaretten bleiben. Diacetyl wird von kaum einen Liquidhersteller mehr verwendet. Gateway Effekt durch unzählige andere Studien wiederlegt. Studien in denen Formaldehyd aufgetreten ist allesamt mit total niedergeritten Coils. Und wenn man schon auf Ergebnisse von Studien verweist Quellenangaben! Aber das ist natürlich nicht dienlich, denn dann könnte der werte Leser vielleicht selbst nachsehen und würde feststellen dass der Verfasser dieses journalistischen Mülls sich mit diesen gar nicht befasst hat.

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matthias2
Schön zu sehen, dass eine drei Jahre alte, längst widerlegte Studie beim Beobachter immer noch Neuigkeitswert hat. Dass diesem Artikel nebst der erwähnten Studie noch ein paar andere Tropen der Antitabaklobby untergemischt werden, die mit der erwähnten Studie nichts zu tun haben, macht die Sache auch nicht gerade besser. <p> Schade, dass der Beobachter die Propaganda der Abtinenzaktivisten offensichtlich mit Stumpf und Stiel geschluckt hat und absolut unverdaut wiederkäut.

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vhutter
Schade, bisher war ich immer der Meinung, dass der Beobachter seriöse Berichte publiziert. Leider ist aber hier weit daran vorbeigeschossen worden. ......................RIP..... Beobachter.....

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