Das Jahr begann nicht gerade subtil. «Kauf mich!», prangte in dicken, schwarzen Lettern auf der Titelseite der Beobachter-Ausgabe 1/2023. Adressiert war damit allerdings nicht die geneigte Leserin am Kiosk. 

Es ging um die Tricks der grossen Schweizer Supermarktketten, mit denen sie ihre Kundschaft dazu bringen, den Einkaufskorb möglichst vollzustopfen; Aktionen, Quengelzonen und Gratisprodukte. (Die Geschichte finden Sie hier.)

Titelgeschichte Beobachter 1/2023

Die Titelgeschichte des Beobachters, Ausgabe 1/2023

Quelle: Beobachter

Auf «Kauf mich!» folgte ein Cover über Digitalisierung («Wer nicht mitmacht, wird abgehängt»), das Bild einer glücklichen Kuh illustrierte ein ganz und gar nicht glückliches Thema, wir hoben Notfallstationen am Limit auf die Titelseite, zeigten Frauen in Superheldinnenpose – und lösten mit einem sehr schlicht gestalteten Cover über sexuelle Belästigung in der katholischen Kirche viele Leserreaktionen aus.

Bücher soll man bekanntlich nicht nach dem Cover beurteilen. Magazine aber unbedingt. Redaktionen verwenden sehr viel Zeit – und hoffentlich auch Liebe – darauf, die beste Geschichte, das treffendste Bild, die prägnanteste Schlagzeile für die Titelseite auszuwählen. 

Wer entscheidet eigentlich, welche Geschichte das Cover eines Beobachters ziert? Wie wählen wir das beste Bild? Und wer knobelt so lange, bis eine Schlagzeile auch die facettenreichste Recherche einfach und prägnant auf den Punkt bringt? Und warum genau war das Cover über die katholische Kirche so kontrovers?

Chefredaktor, Art Director, Produktionschef und Blattmacher erzählen es Ihnen im Video.

Wie entsteht ein Cover?

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26 gedruckte Ausgaben des Beobachters gibt es im Jahr. Und 26 Mal stellen wir uns die Frage: Was machen wir vorne drauf? Wie entsteht die Titelseite? Und wer entscheidet mit?
Quelle: Beobachter Bewegtbild