Mike Berger (Name geändert) lebt mit seinem Sohn allein. Zur Mutter des Kindes besteht kein Kontakt. Er verdient selbst ein kleines Einkommen und erhält zusätzlich Unterhaltszahlungen – zu viel, um Anspruch auf Sozialhilfe zu haben, aber zu wenig, um unvorhergesehene Kosten problemlos auffangen zu können.

Im Januar musste sein Sohn operiert werden. Der medizinisch notwendige Eingriff wurde zwar von der Krankenkasse übernommen, doch der verbleibende Selbstbehalt stellte Mike Berger vor eine grosse finanzielle Herausforderung. Weil er diesen Betrag sofort begleichen musste, geriet er in Zahlungsschwierigkeiten. Dadurch konnten andere Rechnungen nicht mehr rechtzeitig bezahlt werden, darunter die Stromrechnung und die monatliche Prämienrechnung seiner Krankenkasse Visana.

Unvorhergesehenes bringt Finanzen aus dem Lot

Mike Berger hat keine Angehörigen oder Freunde, die ihn finanziell unterstützen könnten. Er lebt sehr bewusst mit einem knapp kalkulierten Budget. Im Alltag kommt er damit zurecht. Doch unvorhergesehene Ausgaben wie nach der Operation seines Sohnes bringen das Gleichgewicht schnell ins Wanken.

Er übernimmt Verantwortung für seine Situation, lässt sich sozialpädagogisch begleiten und nimmt zusätzlich eine Budgetberatung in Anspruch. So will er lernen, seine Ausgaben besser im Blick zu behalten und künftig auch auf unerwartete Belastungen vorbereitet zu sein.

Weitere Schulden verhindern

SOS Beobachter übernimmt die offenen Beträge von insgesamt knapp 1000 Franken für die Stromrechnung und die Krankenkasse. Damit wird verhindert, dass sich die Schulden weiter anhäufen, Mahngebühren entstehen oder gar der Strom abgestellt wird.

Diese Unterstützung entlastet Mike Berger in der Krise und ermöglicht ihm, seine Finanzen langfristig mit professioneller Unterstützung selbständig zu regeln. Es ist eine kleine Hilfe mit grosser Wirkung – für mehr Stabilität in einem ohnehin fordernden Alltag als alleinerziehender Vater.