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WeihnachtenMietbäumlein, schmück dich!

Jedes Jahr werden in der Schweiz über 1 Million Christbäume verkauft und nach den Festtagen wieder entsorgt. Sonderlich nachhaltig ist das nicht. Deshalb kann man Christbäume auch mieten.

Eingetopfte Christbäume zum Mieten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
von aktualisiert am 27. November 2018

In vielen Schweizer Haushalten gehören zum traditionellen Weihnachtsfest nicht nur Geschenke und feines Essen, sondern auch ein Christbaum. Über 1 Million dieser Bäume werden jährlich in der Schweiz verkauft – die meisten davon, 55 bis 60 Prozent, werden aus dem Ausland importiert.

Zwangsläufig stellt sich da die Frage:

Wie ökologisch sinnvoll ist es, für ein paar Tage einen aus dem Ausland stammenden Christbaum zu kaufen, um ihn anschliessend wieder wegzuwerfen?

Was bringen Plastikbäume?

Einige Schweizerinnen und Schweizer umgehen diese Problematik, indem sie auf den Christbaumduft in der eigenen Stube verzichten und sich einen künstlichen Weihnachtsbaum zulegen. Nachhaltig ist ein künstlicher Baum allerdings nur bedingt.

Laut einer amerikanischen Studie müsste man den Plastikbaum mindestens fünf Jahre wiederverwenden, dann wäre der Einfluss auf die Umwelt geringer als bei einem echten Baum. Beim unechten fällt vor allem verarbeitetes Stahlmaterial und PVC der Umwelt zu Last. Ebenso der lange und unökologische Transportweg – meist aus China. Der echte Baum hat hingegen zum Nachteil, dass für das Anpflanzen, Bewässern und Düngen viele Ressourcen benötigt werden. Immerhin wird beim Kompostieren oder Verbrennen einer Tanne nicht mehr CO2 freigesetzt, als der Baum zu Lebzeiten gebunden hat.

Geliefert und wieder abgeholt

Seit ein paar Jahren gibt es in der Schweiz eine umweltfreundliche(re) Alternative, die sich stark anwachsender Nachfrage erfreut: der gemietete Christbaum. Regionale Anbieter – meistens Gartenbauunternehmen – liefern den eingetopften Baum kurz vor Weihnachten direkt dem Kunden nach Hause und holen ihn nach den Festtagen wieder dort ab.

Bei diesen Anbietern kann man in der Schweiz Christbäume mieten:

Lediglich ein geringer Prozentsatz der Mietweihnachtsbäume überlebt den Ausflug ins Wohnzimmer nicht. Diese Bäume werden anschliessend zu Häckselmaterial oder zu ökologisch nachhaltigem Biogas verarbeitet.

Die überwiegende Mehrheit der Christbäume kann aber von den Baum-Vermietern wieder eingepflanzt werden, da sich die Tannen während der Winterzeit in der Vegetationsruhe befinden. Der Baum wird in der warmen Stuben sozusagen übergangslos in den Sommer katapuliert und nach der Rückgabe wieder gepflegt. Vorausgesetzt dass der Mieter die Wurzeln mit ausreichend Wasser versorgt Oh Tannenbaum So bleibt er lange grün hat. Je nach Angebot und Möglichkeit kann im Folgejahr derselbe «Familienbaum» erneut gemietet werden.

Preisvergleich Christbäume

Was kostet ein gemieteter Christbaum?

  • Ecosapin: ab CHF 119.– (je nach Baumgrösse; inkl. Lieferung)
  • Schutz Filisur: ab CHF 76.- bis CHF 335.- (je nach Baumgrösse; exkl. Lieferkosten)
  • Traumbaum: ab CHF 95.– (je nach Baumgrösse; inkl. Lieferung; Zuschlag von CHF 10.– als Familienbaum)
  • Christbaeume.ch: ab CHF 58.– (je nach Baumgrösse; pauschale Versandkosten von CHF 20.–)
  • Baumfreunde: ab CHF 60.– (je nach Baumgrösse; pauschale Versandkosten von CHF 30.–)

 
Was kostet ein «normaler» Christbaum?

  • Coop.ch: ab CHF 29.95.– bis CHF 69.95.– (je nach Verfügbarkeit, exkl. Lieferung)
  • Migros.ch: CHF 19.90.– bis 49.– (je nach Verfügbarkeit, exkl. Lieferung)
  • Hornbach.ch: CHF 19.95.– bis 58.– (je nach Verfügbarkeit, exkl. Lieferung)

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Elio Bucher, Online-Produzent

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