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Salt800-Franken-Rechnung für eine vorzeitige Kündigung

200 Franken würde die vorzeitige Kündigung des Handy-Abos kosten, hiess es im Salt-Shop. Franziska Siegrist aus Bern erhielt dann allerdings eine vier Mal teurere Rechnung.

Wer ein Handy-Abo kurz vor Ende der Mindestlaufzeit kündigt, sieht sich mit teils hohen Strafgebühren konfrontiert.
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800 Franken sollte Franziska Siegrist aus Bern bezahlen, weil sie den Handyvertrag ihrer Tochter bei Salt vorzeitig kündigte. Absurd dabei: Bis zum offiziellen Ende der Mindestlaufzeit wären nur noch zwei Monatsgebühren à 29 Franken fällig gewesen.

Schuld an der hohen Rechnung war eine Falschinformation eines Salt-Mitarbeiters. «Ich erkundigte mich im Salt-Shop in Bern, wie viel eine vorzeitige Abokündigung kosten würde», erzählt Siegrist. Die Antwort: 200 Franken. Weil sich die Tochter zum Geburtstag ein neues Handy wünschte, war Siegrist bereit, diese Strafgebühr zu zahlen. Mitte April kam dann allerdings die horrende Abrechnung. Siegrist ärgert sich: «Ich hätte den Vertrag nie vorzeitig gekündigt, wenn ich von den 800 Franken gewusst hätte.»

Obwohl Siegrist dreimal die Hotline anrief und mit insgesamt acht Mitarbeitern sprach, blieb Salt hart. Begründung: Die Gebühr wird kleingedruckt im Vertrag erwähnt. «Ja, es war ein Fehler, dass ich das Kleingedruckte nicht gelesen habe», räumt Siegrist ein. Aber sie habe keinen Anlass gehabt, die klare Auskunft des Shop-Mitarbeiters nochmals zu überprüfen.

«Irrtümlich informiert»

Auf Intervention des Beobachters hin hat sich Salt nun bereit erklärt, die Differenz von 600 Franken zurückzuerstatten. «Da die Kundin im Salt-Store irrtümlich informiert wurde, haben wir beschlossen, den im Shop mitgeteilten Betrag in Rechnung zu stellen», lässt die Medienstelle verlauten.

Oliver Sidler, Ombudsmann Telekommunikation, bemängelt ganz allgemein die Verrechnung solch hoher Strafgebühren kurz vor Ende der Mindestlaufzeit: «Wir halten die Verrechnung der vollen Gebühren nicht für korrekt. Fairer wäre es, anhand der restlichen Vertragslaufzeit einen Pro-rata-Betrag in Rechnung zu stellen.»

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Veröffentlicht am 10. Mai 2016

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10 Kommentare

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nischw

Ich selbst war über 5 Jahre Kundin bei Salt und warne hier alle ausdrücklich überhaupt Abos für 24 Monate bei Salt abzuschliessen! Besonders wenn ihr aus den Abo-Vertrag frühzeitig kündigen möchtet oder ins Ausland zieht, können Kosten bis über 1000 CHF auf euch zu kommen. Ich habe das selbst erlebt und streite seit 2 Monaten mit Salt. Swisscom und andere Anbieter bieten in solchen Fällen eine maximale Auflösung von CHF 200 oder auch gratis an. Wer den Ärger am Ende vermeiden möchte, sollte Salt Mobile definitiv meiden!!

rolfi
Gerne wird gegen Salt gewettert. Jetzt muss ich doch einmal dagegen halten. Ich bin ein zufriedener Salt Kunde, und alle meiner Kollegen, die bei Salt sind, ebenfalls. Einem aber musste ich auch sagen, dass es sich nie rechnen kann, ein neues iPhone zu beziehen und dann nach 6 Monaten zur (teureren) Swisscom wechseln zu wollen ohne Strafgebühr und dann im gleichen Atemzug Salt verteufeln. Ich hatte ihm dann den Sachverhalt erklärt und er hatte es zähneknirschend eingesehen. Nun wartet er ab. Ich vermute, dass viele sich nicht um Verträge kümmern und nur das günstige neue Handy in den Augen sehen aber sich nicht die Mühe nehmen nachrechnen. Für mich stimmt das Angebot von Salt als einziger Anbieter und sie haben auch tolle 50% Abo-Angebote ohne Handy, man muss nur abwarten können. Internet zu Hause geht bei mir auch nur noch über Salt und mindestens ebenso flott wie bei der früheren Swisscom.
janhagel
Das über salt geklagt wird ist nicht umsonst! Kenne viele Leute die jetzt noch streiten wegen erfundene Kündigungskosten oder verschwundene Pre-paid Guthaben. Nur wenn man gern streitet und das Anfechten von Betreibungen als Hobby hat, ist salt eine Option. Lieber auf das Handy verzichten oder ein bisschen mehr zahlen. Es kostet sehr viel Zeit bei salt recht zu holen. So aggressiv die sind mit Rechnungen schicken und betreiben, so faul sind die bei Reklamationen. Die wollen nichts bestätigen und kein Auskunft geben. Der Fall bleibt ewig in Behandlung und man steht wie doof da und Geld ist weg! Also, besser ein bisschen mehr zahlen oder aufs Handy verzichten, als die Tortur bei salt über sich abrufen!
Scott Müller
Habe am 16.12.2016 ein Abo bei Salt gelöst. Die Nummer sollte mitgenommen werden. Dafür musste ich einige Papiere und Unterschriften zusammenbringen. -> Gemacht. Nach 3 Monatigen warten (Heute) war die Nummer noch immer nicht übernommen und ich wendete mich an den Salt Support. Dort hat man mir mitgeteilt, sowas wäre nicht im System vorhanden.... Als ich dann alles kurz und knapp weiter gegeben habe, wurde meine Nummer inner minuten übernommen..
egal
SALT ist eine Zumutung. Im SALT Shop wird man angelogen nicht nur falsch informiert (praemien sind halt an verkaeufe gebunden) und wenn man dann hinterher mit der hotline spricht kommt die aussge "dafuer koennen wir nichts, sie waren ja im Shop". Qualifikationen der SALT Store Mitarbeiter im grossen und ganzen absolut ungenuegend, ich frage mich welchen Berufsweig diese Leute erlernt haben bzw was diese machen duerften wenn sie keine SALT Verkaeufer mehr sind.
Stefanie
Immer dasselbe, Kämpfe seit November mit Salt. Immer zu hohe Rechnungen, falsche Informationen im Salt Shop gehören bei Ihnen zur Norm. Ich kann nur ALLEN Abraten, bei Salt ein Abi abzuschliessen. Grösster fehler, den ich je gemacht habe. Warte seit über 3 Wochen auf einen DRINGENDEN anruf von Salt, scheinbar keiner Kompetent genug!