Am einfachsten können Eltern mit dem Baby verreisen, wenn es noch voll gestillt wird. Keimfrei und in der richtigen Temperatur hat Mama die Nahrung stets dabei, egal wie sauber Wasser oder Esswaren im Reiseland sind. Allerdings: Nicht in allen Ländern wird Stillen in der Öffentlichkeit gern gesehen.

Mit Milchpulver für unterwegs vorsorgen

Damit Mamas Milchquelle problemlos funktioniert, müssen zwei Dinge beachtet werden: Da Stillen zusätzliche Energie erfordert, wirken sich Magen-Darm-Infekte sofort negativ aus, die Milchmenge wird knapp. Deshalb sollten stillende Mütter auf bedenkliche Lebensmittel verzichten und vor allem in südlichen Gebieten die Regel «Koch es, schäl es – oder vergiss es» beachten. Auch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr wirkt sich negativ auf die Milchmenge aus. Am besten wird die Flüssigkeit vom Körper aufgenommen, wenn man regelmässig in kleinen Zeitabständen einen halben bis einen Deziliter trinkt. Durch das Stillen ist der an heissen Reisedestinationen ohnehin schon hohe Flüssigkeitsbedarf etwa um einen Liter höher.

Für geschöppelte Kinder wird es etwas komplizierter. Je nach Aussentemperatur verdirbt ein fertig zubereiteter Schoppen rasch, was zu Brechdurchfall beim Baby führen kann. Besser ist es, Wasser abzukochen, auf 37 Grad abzukühlen und in einer isolierenden Hülle mitzunehmen. Wer im Hotel logiert, kann um abgekochtes Wasser bitten. Unterwegs wird, sobald der Nachwuchs Hunger hat, das mitgenommene Milchpulver eingerührt. Man kann den Schoppen auch mit kaltem, abgekochtem Wasser zu zwei Dritteln gefüllt mitnehmen. So kann er vom Servicepersonal im Restaurant oder Flugzeug gut mit kochendem Wasser aufgefüllt werden. Meistens hat er so genau die richtige Trinktemperatur. Da nicht in jedem Reiseland dieselben Babynahrungsmittel erhältlich sind, sollte das Milchpulver für den Babyschoppen in ausreichender Menge mitgenommen werden.

Praktisch: Fertigbrei aus dem Glas

Bei Babys ab etwa sechs Monaten ist Fertigbrei aus dem Gläschen am praktischsten. Er bleibt auch bei höheren Temperaturen über Tage hygienisch einwandfrei und lässt sich zur Not auch kalt essen. Je nach Destination sollte er vorsichtshalber von daheim mitgenommen werden: Etwa weil die Babynahrung im Reiseland ungewohnt ist oder sich am Ferienort womöglich kilometerweit kein Laden findet, der Babynahrung führt.

Etwa vom ersten Geburtstag an ist das Kind etwas widerstandsfähiger gegenüber krankmachenden Keimen. Kleinkinder dürfen nun zunehmend dasselbe essen wie ihre Eltern – vorausgesetzt, die Hygieneregeln werden befolgt.

Anzeige