Nach der anhaltenden Hitzewelle sieht so mancher Garten eher nach Steppe als nach saftigem Grün aus. Doch gib deine Wiese nicht vorschnell auf: Selbst stark ausgetrocknete Rasenflächen können sich nach den heissen Tagen häufig wieder erholen, vorausgesetzt, du pflegst sie richtig. Hier ein paar Tipps für eine (wieder) saftige Wiese:

Im Sommer besser nicht zu kurz mähen

Viele Hobbygärtner machen in der Hitze denselben Fehler und schneiden den Rasen zu tief. Dabei schützen längere Grashalme den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und sorgen dafür, dass weniger Feuchtigkeit verdunstet. Fachleute empfehlen deshalb, beim Mähen höchstens ein Drittel der Halmlänge zu entfernen. Während der Sommermonate darfst du die Schnitthöhe zudem ruhig etwas höher einstellen als im Frühling.

Partnerinhalte
 
 
 
 

Nach Regen die Erholung unterstützen

Hat es endlich geregnet und der Boden ist endlich wieder ausreichend bewässert, beginnt die Regenerationsphase. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Rasen zu mähen und anschliessend zu düngen. So gibst du den Gräsern neue Kraft und hilfst ihnen, sich besser gegen Unkraut zu behaupten. Bleiben einzelne braune Stellen bestehen, lohnt es sich, die Erde leicht aufzurauen und frische Rasensamen auszubringen. Mit genügend Feuchtigkeit wachsen diese Flächen oft innerhalb weniger Wochen wieder zu.

Vorsicht: Nicht alles Grüne ist Rasen

Grüne Inseln in einer vertrockneten Rasenfläche sind häufig gar kein Gras mehr. Trockenheitsresistente Pflanzen wie Klee oder andere Wildkräuter überstehen Hitze deutlich besser und breiten sich aus. Wenn du wieder eine gleichmässig grüne Fläche möchtest, solltest du diese Pflanzen entfernen, bevor du kahle Stellen nachsäst. Bei stark geschädigtem Zierrasen kann auch eine umfassendere Sanierung mit Vertikutieren und Neueinsaat sinnvoll sein.

Sie finden diesen Text lesenswert?

Wissenswertes und Spannendes zum Lesen: ein Newsletter für alle, die Lust auf Hintergrund und Vertiefung haben. Wir empfehlen die besten Geschichten der Woche und geben Einblick in die Beobachter-Redaktion. Immer sonntags.

 


Wenn Sie diesen Newsletter abonnieren, erklären Sie sich mit unseren Richtlinien zum Datenschutz einverstanden.

Der richtige Dünger macht den Unterschied

Nicht jeder Dünger eignet sich für jede Jahreszeit. Gegen Ende des Sommers, wenns wieder kühler wird, empfehlen Fachleute kaliumbetonte und stickstoffarme Dünger. Kalium stärkt die Gräser und macht sie widerstandsfähiger. Zu viel Dünger kann dem Rasen dagegen schaden.

So vermeidest du neue Trockenschäden

Entscheidend bleibt die richtige Bewässerung. Statt täglich nur wenig Wasser zu geben, solltest du den Rasen ein- bis dreimal pro Woche gründlich wässern. Das Wasser sollte tief in den Boden eindringen und die Wurzeln erreichen.

Am besten giesst du früh am Morgen oder am Abend und ja nicht während der grössten Mittagshitze.

Ob dein Rasen Wasser braucht, zeigt er oft selbst: Verfärben sich die Halme graugrün oder richten sie sich nach dem Betreten nicht mehr auf, ist es Zeit für eine gründliche Bewässerung. Momentan besteht in vielen Gemeinden ein Bewässerungsverbot für die Gärten, erkundige dich also vorher dazu, bevor du den Sprenkler laufen lässt.

Wochenlange Hitze und wenig Regen hinterlassen in fast allen Gärten ihre Spuren. Doch wenn du richtig handelst, kannst du selbst stark ausgetrocknete Rasenflächen oft wieder retten.

Ihre Tipps sind gefragt

Haben Sie weitere Tipps für einen schönen Garten während und nach einer Hitzewelle? Teilen Sie sie mit uns in den Kommentaren.