Bereits als Kind wusste ich, dass ich Journalistin werden möchte. Ich war neugierig. Wollte immer ein bisschen mehr wissen und in fremde Welten eintauchen. Ungerechtigkeit konnte ich nicht einfach unter den Teppich kehren, und die Geschichten anderer fand ich inspirierend.

Aber wie wird man Journalistin? Um diese Frage zu beantworten, brauchte ich Zeit. Ich schloss eine Lehre als Pharma-Assistentin ab und sammelte einige Jahre Berufserfahrung. Das war aber nicht meine Welt. Also absolvierte ich an der Fachhochschule in Chur das IMK in Journalismus und Medien. Nebenbei machte ich ein Praktikum in der Kommunikationsabteilung einer Hilfsorganisation. Später bewarb ich mich um einen Platz an der Ringier-Journalistenschule und für ein Volontariat beim Beobachter. Nun bin ich hier. 

Der Beobachter bewirkt etwas. Es ist schön, ein Teil davon zu sein. Das Beste an meinem Beruf ist, immer wieder dazuzulernen und neue Menschen zu treffen. Mit ihren Geschichten will ich zeigen, wie divers wir sind. Ich will ihre Geschichten anderen Menschen nahebringen. Ich will zeigen, dass wir in der Schweiz immer noch viele strukturelle Probleme haben und noch einiges aufarbeiten müssen.

 

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