Nein. Ihr damaliges Zwischenzeugnis, das Ihre Leistung über viele Jahre hinweg bewertet hat, ist verbindlich. Dass es in den Monaten nach dem Chefwechsel nicht mehr so gut lief, darf für das Schlusszeugnis nicht ausschlaggebend sein.

Zu dieser Frage hat das Arbeitsgericht Zürich klar festgehalten, dass eine schlechtere Bewertung im Endzeugnis nur dann erfolgen darf, «wenn in der Zwischenzeit derart einschneidende ­Änderungen eingetreten sind, die eine erheblich unterschiedliche Beurteilung rechtfertigen würden». Das müsste der Arbeitgeber aber beweisen.

Ausserdem muss im Zeugnis «der ­Gesamteindruck über die ganze Vertragsdauer hinweg» gewürdigt werden, also Ihre gute Leistung über all die ­langen Jahre.

Es wäre übrigens auch nicht zulässig, im nicht so guten Schlusszeugnis einfach auf das bessere Zwischenzeugnis zu ­verweisen. Das Schlusszeugnis muss sich zur gesamten Anstellungsdauer äussern.

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