Immer wieder sterben Hunde, nachdem sie in vermeintlich harmlosen Gewässern gebadet oder daraus getrunken haben. Schuld ist ein Bakterium mit dem irreführenden Namen Blaualge. Sie verbreitet sich bei lang anhaltenden hohen Temperaturen, viel Sonnenschein und geringem Windaufkommen oft explosionsartig.

So schützen Sie Ihren Hund:

Wie erkenne ich Blaualgen-Befall?

Das Wasser ist ausgesprochen trüb und ausgeprägt grün. Die Steine im Uferbereich weisen einen grünlichen oder blauschwarzen Belag auf. Bei starkem Befall zeichnen sich auf der Wasseroberfläche Schlieren ab.

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See in England mit Blaualgen-Befall

Ist ein See stark mit Blaualgen befallen, bilden sich Schlieren oder Teppiche im Wasser.

Quelle: Keystone

Wie kann sich mein Hund mit Blaualgen vergiften?

Indem er Wasser trinkt, Wasserpflanzen benagt und Treibgut – zum Beispiel Äste – kaut. Auch das Ablecken von Ufersteinen kann bereits zu einer Vergiftung führen.
 

Woran merke ich, dass mein Hund eine Blaualgen-Vergiftung hat?

Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall sind die ersten Symptome. Danach kommen Zuckungen und Krämpfe, Atemnot, Bewusstseinsverlust und oft auch Fieber dazu. Es besteht akute Lebensgefahr durch Atemlähmung.
 

Was tun, wenn der Hund bereits verseuchtes Wasser gesoffen hat?

Auch wenn lediglich der Verdacht auf eine Vergiftung besteht: ein Gramm Aktivkohle pro Kilo Körpergewicht eingeben. Aktivkohle ist aber kein Gegengift, deshalb danach sofort den Tierarzt aufsuchen! 
 

  • Vorsorgen ist immer besser. Inspizieren Sie das Gewässer, an dem Sie spazieren gehen, zuerst auf möglichen Blaualgen-Befall und lassen Sie den Hund erst dann von der Leine.
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