Wenn Ihr Geld auf einem Konto bei einer Kantonalbank liegt, können Sie unbesorgt sein : Falls sie in Schieflage gerät, springt nötigenfalls der Kanton ein. Das gilt für alle Kantonalbanken ausser denjenigen von Bern, Genf und der Waadt.

Wenn Ihr Geld bei einer anderen Schweizer Bank Finanzen So finden Sie die Bank, die zu Ihnen passt oder bei Postfinance liegt, greift der sogenannte Einlegerschutz. Bei einem Konkurs sind dann maximal 100'000 Franken geschützt – pro Kunde, nicht pro Konto. Es nützt also nichts, mehrere Konten bei der gleichen Bank zu halten.

Falls die konkursite Bank selber nicht mehr genug Geld hat, müssen die anderen Banken einspringen. Das Einlegerschutz-System ist aber nur darauf ausgelegt, einzelne, kleinere Banken in Schieflage zu retten. Die Summe, die die anderen Banken einschiessen müssen, ist auf sechs Milliarden Franken begrenzt – das reicht höchstens für eine Regionalbank.

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Wenn das Geld nicht reicht
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Aber: Erstens gibt es aktuell keine Anzeichen dafür, dass die Banken in ernste Nöte geraten, selbst wenn sicher nicht alle ausstehenden Kredite zurückbezahlt werden können. Und falls doch eine Bank zu wackeln beginnt, ist zweitens davon auszugehen, dass die Politik alles unternehmen wird, um einen Zusammenbruch zu verhindern.

Auf Vater Staat vertrauen

Der Staat rettet gerade mit Dutzenden Milliarden, so gut es geht, verschiedene Branchen Dossier KMU in der Corona-Krise: Was kann ich tun? , vom Taxibetrieb bis zur internationalen Fluggesellschaft. Das würde er nötigenfalls ohne Zweifel auch mit den Banken machen.

Denn ein Bankencrash zusätzlich zur Coronakrise hätte gravierende finanzielle Folgen. Ganz zu schweigen von den psychologischen: ein Verlust des Vertrauens der Bevölkerung in das ganze Wirtschaftssystem Wirtschaftliche Folgen «Wir könnten den Lockdown relativ gut überstehen, wenn ...» , der Panikreaktionen auslösen könnte. Solange der Staat dazu in der Lage ist, wird er ein solches Szenario zu verhindern versuchen. Und nach heutigem Stand ist der Staat dazu in der Lage.

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Wie sicher Vermögensanlagen bei Banken, der Post oder bei Versicherungen sind, zeigt sich im schlimmsten aller Fälle: dem Konkurs des Finanzpartners. Guider zeigt Beobachter-Abonnenten auf, wie es in unsicheren Zeiten um die Sicherung der Einlagen steht.

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Sabrina Frei, Content Managerin Ratgeber

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