Corona hat das Bezahlen an der Kasse verändert: 2017 bezahlten 70 Prozent der Schweizer Kundschaft bar, drei Jahre später waren es nur noch 43 Prozent. Das zeigt eine Erhebung der Schweizerischen Nationalbank.

Kein Wunder, bargeldlose Zahlungsmittel haben viele Vorteile, etwa dass man keine Bankomaten Geschlossene Bankfiliale Bleibt mir nur der Bankomat? braucht (von denen ohnehin bald jeder zweite verschwinden wird). Was Sie zu bargeldlosem Bezahlen wissen sollten.

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Bargeldlos mit Debit- oder Kreditkarte

Bei einer Debitkarte verfügen Sie über ein aufgeladenes (prepaid) oder bestehendes Guthaben (Bankkonto). Die Kreditkarte hat eine monatliche Limite, die sich nach Ihrem Einkommen und Vermögen richtet. Sie lässt sich erhöhen, auch temporär, etwa für die Ferien .

Bei Karten fallen Zusatzgebühren an, etwa für Zahlungen im Ausland Sparen beim Auslandseinkauf Ein Bankkonto in Deutschland? oder für Bezüge am Geldautomaten. Bei Ihrer Bank oder auf Vergleichsplattformen wie Moneyland.ch und Comparis.ch können Sie eine zu Ihrem Konsumverhalten passende Karte finden.

Setzen Sie maximal eine Debit- und eine Kreditkarte ein, so behalten Sie den Überblick über Ihre Ausgaben.

Beobachter-Tipp zu Debit- und Kreditkarten

Sie erhalten Karte und Geheimzahl (PIN) separat zugestellt. Die PIN können Sie an einem Geldautomaten ändern. Bei Bedarf hilft die Bankberaterin.

Für Beträge unter 80 Franken Kontaktlos bezahlen Ist die Limite der Karte wählbar? halten Sie die Karte einfach ans Bezahlterminal. Falls Sie einen Piepton hören, war die Zahlung erfolgreich. Für höhere Beträge müssen Sie den Kauf zusätzlich durch Eingabe der PIN bestätigen.

Schreiben Sie die PIN niemals auf die Karte!

Beobachter-Tipp zu Debit- und Kreditkarten

Mit Bezahl-Apps Geld überweisen

Es gibt verschiedene Bezahl-Apps, ein Beispiel ist Twint. Die App ist kostenlos und einfach zu bedienen. Mit den Funktionen «Senden» oder «Anfordern und aufteilen» können Sie unkompliziert Geld verschieben. Das kann etwa im Restaurant nützlich sein: Eine Person bezahlt die ganze Rechnung, die anderen überweisen ihren Anteil einfach, ohne mühsam Retourgeld zusammenzuklauben. Der grosse Vorteil gegenüber Banküberweisungen: Sie benötigen weder Kontonummer (IBAN) noch Wohnadresse, sondern lediglich die Telefonnummer der ebenfalls Twint nutzenden Person.

Mit Twint können Sie auch Parkgebühren bezahlen , indem Sie den QR-Code an der Parkuhr scannen. Und beim Onlineshopping brauchen Sie keine Kreditkartennummer einzutippen.

Achtung: Sie können Twint nur in der Schweiz nutzen.

Alternativen zu Twint bieten Google Pay und Apple Pay an. Bei beiden werden die Bankkartendaten auf dem Smartphone hinterlegt. So bezahlen Sie einfacher und sicherer als mit Bargeld oder Bankkarte.

Achten Sie auf einen vollen Handy-Akku, wenn Sie bargeldlos unterwegs sind.

Beobachter-Tipp zu Bezahl-Apps

Die Gefahren von bargeldlosem Bezahlen

Wer mit einer Karte oder einer App bezahlt, sieht den abgebuchten Betrag oft erst vor Ende der Rechnungsperiode. Das erschwert den Überblick über die Ausgaben, und nicht budgetierte Käufe können in die Schuldenfalle führen . Bargeld gibt man zurückhaltender aus.

Wenn Sie den offenen Betrag in Raten begleichen, zahlen Sie Verzugszinsen. Das ist sehr teuer.

Hilfreich kann es sein, zuerst Geld auf eine Debitkarte oder das Twint-Konto zu laden und erst dann einzukaufen.

Führen Sie immer Bargeld mit sich, falls ein Geschäft keinen Internetzugang hat oder die Bezahlterminals aussteigen.

Beobachter-Tipp zu bargeldlosem Bezahlen

So installieren Sie Twint

Laden Sie die Twint-App Ihrer Bank auf Ihr Android- oder iOS-Smartphone. Wenn Sie sich für die App «Twint Prepaid» entscheiden, müssen Sie sich mit einem amtlichen Ausweis einmalig identifizieren: Fotografieren Sie erst den Ausweis, wenn nötig Vor- und Rückseite, wobei alle Angaben gut lesbar sein müssen. Erstellen Sie dann ein Selfie mit demselben, gut lesbaren Ausweis. Sie müssen zudem eine sechsstellige PIN wählen und können entscheiden, ob Sie die Entsperrung der App lieber mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung möchten. Etwa zwei Tage nach der Registrierung können Sie die App verwenden. Guthaben laden Sie via Lastschriftverfahren, Einzahlungsschein oder Überweisung auf. Weitere Infos finden Sie auch in den «FAQ» auf www.twint.ch.

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