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RevolutNie mehr Kreditkartengebühren im Ausland

Auf Auslandseinkäufen verrechnen Anbieter hohe Gebühren bei Kreditkarten. Ein Start-up machts gratis.

Mit Revolut lassen sich in den Ferien die Kreditkartengebühren umgehen.
von aktualisiert am 16. August 2018

Sie kommt aus London, funktioniert problemlos und wird bereits von rund 50'000 Schweizerinnen und Schweizern benutzt: Die Prepaid-Debitkarte der Firma Revolut. Sie rechnet Fremdwährungseinkäufe gebührenfrei zum günstigen Interbanken-Wechselkurs ab.

Die meisten Schweizer Kreditkartenanbieter verwenden bei Zahlungen im Ausland Reisen Lieber mit Bargeld oder Kreditkarte zahlen? deutlich schlechtere Umrechnungskurse und verrechnen zusätzliche «Bearbeitungszuschläge». Das geht ins Geld. Pro hundert Euro lassen sich mit der Revolut-Karte bis zu vier Franken Gebühren sparen. Das zeigt der Vergleich der Ferien-Kreditkartenabrechnungen von Revolut, Migros-Cumulus und der Postfinance-Kreditkarte Classic.

Gegründet von einem genervten Ex-Banker

Die Herausgeberin der «Gratis»-Kreditkarte Migros-Cumulus ist die Cembra Money Bank. Sie rechnete am Stichtag den Euro mit einer Marge von 2,5 Prozent in Franken um und schlug darauf den fixen Fremdwährungszuschlag von 1,5 Prozent. Diese Preisstellung sei «branchenüblich», sagt ein Sprecher. Bei Postfinance machten die Gebühren am Stichtag insgesamt drei Prozent aus. Die Kreditkarte würde im Vergleich zu Revolut Mehrleistungen bieten, argumentiert ein Postfinance-Sprecher. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sei fair.

«Fremdwährungsgebühren sind für Schweizer Kreditkartenfirmen eine der wichtigsten Einnahmequellen», sagt Benjamin Manz vom Vergleichsdienst Moneyland. Der Aufschlag auf den Interbanken-Wechselkurs sei täglich anders und bewege sich zwischen 1,3 und 2,6 Prozent. Dies nervte den Ex-Credit-Suisse-Banker Nikolay Storonsky so sehr, dass er Revolut gründete. Ein Kreditkartenanbieter, der ohne Gebühren abrechnet. Obwohl seine britische Firma noch auf eine Banklizenz wartet, hat sie bereits 2,5 Millionen Kunden in Europa – gemäss eigenen Angaben.

Einen Haken gibt es aber

Wer die Revolut-App herunterlädt und damit die Revolut-Prepaid-Kreditkarte für sieben Franken bestellt, muss diese aufladen. Weil Revolut kein Konto in der Schweiz hat, verrechnen die Schweizer Anbieter für die Überweisung nach London Gebühren von bis 1,8 Prozent. Das Sparpotenzial halbiert sich damit.

Mit einem Trick lädt man Revolut trotzdem gratis auf. Dazu geht man wie folgt vor:

1. App der Firma Transferwise runterladen

2. Franken auf das Schweizer Konto von Transferwise laden

3. Transferwise-Debitkarte gratis bestellen

4. Mit der Transferwise-Debitkarte die Revolut-Karte in Franken aufladen.

Nur wenn der gesamte Zahlungsverkehr in Franken abgewickelt wird, fallen nirgends Gebühren an.

Für fortgeschrittene Internet-Anwender kein Problem

Der Vorgang zeigt: Geeignet ist Revolut für Personen, die ein Smartphone haben, mit Apps umgehen können und keinen Aufwand scheuen, die Gebührenhochburg Schweiz zu schleifen.

Trotz der Konkurrenz aus London werden die Gebühren in der Schweiz hoch bleiben, sagt Moneyland-Kreditkartenspezialist Benjamin Manz. Die Aufschläge auf die Wechselkurse seien für die Konsumenten sehr schwer zu vergleichen, weshalb es dazu auch wenig Reklamationen gebe.

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2 Kommentare

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kazee
Revolut und Transferwise eingerichtet. Wenn ich in Revolut die Transferwise Debitkarte hinzufüge erkennt es diese als GBP Karte und will in GBP aufladen obwol ich in TW CHF einbezahlt habe. Zudem versucht Revolut 1 CHF beim hinzufügen der TW Karte abzuziehen was bei TW abgelehnt wird. Jemand eine Lösung?
f0277126
Umrechnungskurs teilweise mit fehlender Transparenz plus Bearbeitungsgebühr «Ausland». Happige Schweizer Bank-Gebühren für Fremdwährungstransaktionen (Online und Stationär). Auf digitalmedia.ch gibt es ergänzende Informationen für Schweizer Revolut-Interessenten.