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RevolutNie mehr Kreditkartengebühren im Ausland

Auf Auslandseinkäufen verrechnen Anbieter hohe Gebühren bei Kreditkarten. Ein Start-up machts gratis.

Mit Revolut lassen sich in den Ferien die Kreditkartengebühren umgehen.
von aktualisiert am 14. März 2019

Sie kommt aus London, funktioniert problemlos und wird bereits von rund 60'000 Schweizerinnen und Schweizern benutzt: Die Prepaid-Debitkarte der Firma Revolut. Sie rechnet Fremdwährungseinkäufe gebührenfrei zum günstigen Interbanken-Wechselkurs ab.

Die meisten Schweizer Kreditkartenanbieter verwenden bei Zahlungen im Ausland Reisen Lieber mit Bargeld oder Kreditkarte zahlen? deutlich schlechtere Umrechnungskurse und verrechnen zusätzliche «Bearbeitungszuschläge». Das geht ins Geld. Pro hundert Euro lassen sich mit der Revolut-Karte bis zu vier Franken Gebühren sparen. Das zeigte ein Vergleich der Ferien-Kreditkartenabrechnungen von Revolut, Migros-Cumulus und der Postfinance-Kreditkarte Classic im August 2018.

Gegründet von einem genervten Ex-Banker

Die Herausgeberin der «Gratis»-Kreditkarte Migros-Cumulus ist die Cembra Money Bank. Sie rechnete am Stichtag den Euro mit einer Marge von 2,5 Prozent in Franken um und schlug darauf den fixen Fremdwährungszuschlag von 1,5 Prozent. Diese Preisstellung sei «branchenüblich», sagt ein Sprecher. Bei Postfinance machten die Gebühren am Stichtag insgesamt drei Prozent aus. Die Kreditkarte würde im Vergleich zu Revolut Mehrleistungen bieten, argumentiert ein Postfinance-Sprecher. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sei fair.

«Fremdwährungsgebühren sind für Schweizer Kreditkartenfirmen eine der wichtigsten Einnahmequellen», sagt Benjamin Manz vom Vergleichsdienst Moneyland. Der Aufschlag auf den Interbanken-Wechselkurs sei täglich anders und bewege sich zwischen 1,3 und 2,6 Prozent. Dies nervte den Ex-Credit-Suisse-Banker Nikolay Storonsky so sehr, dass er Revolut gründete. Ein Kreditkartenanbieter, der ohne Gebühren abrechnet. Seine britische Firma besitzt eine litauische Banklizenz und hat weltweit 4 Millionen Kunden – gemäss eigenen Angaben.

Wer die Revolut-App herunterlädt und damit die Revolut-Prepaid-Kreditkarte für sieben Franken bestellt, muss diese aufladen. Revolut hat ein Schweizer Konto bei der Credit Suisse. Die Kreditkarte kann so per Inland-Banküberweisung gebührenfrei mit Franken geladen werden. Das dauert ungefähr zwei Tage. Wer die Revolut-Karte mit einer Schweizer Kreditkarte auflädt, muss für die Überweisung Gebühren bezahlen.

Zweit-Kreditkarte ist umständlich, aber praktisch für die Ferien

Geeignet ist Revolut für Personen, die ein Smartphone haben, mit Apps umgehen können und eine Zweit-Kreditkarte für die Ferien oder das Online-Shopping in Fremdwährungen brauchen.

Trotz der Konkurrenz aus London werden die Gebühren in der Schweiz hoch bleiben, sagt Moneyland-Kreditkartenspezialist Benjamin Manz. Die Aufschläge auf die Wechselkurse seien für die Konsumenten sehr schwer zu vergleichen, weshalb es dazu auch wenig Reklamationen gebe.

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7 Kommentare

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luem
Da die Heimwährung der TW Kreditkarte GBP ist, wird eine GBP Zahlung vorgeschlagen. Einfach ignorieren und weiter mit "CHF überweisen". Die 1.- Zahlung dient eigentlich zur Validierung - hat bei mir zwar auch nicht geklappt - jedoch funktioniert die normale Aufladung mit einem selbst gewählten Betrag problemlos und ohne Gebühren.
bluevel
hi luem, welche gebühren fallen an, wenn man mit einer CHF-Bank oder Kreditkarte eine Revolut_prepaid auflädt? Ist es wirklich nötig, den Umweg über transderwise zu gehen? MiD

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kazee
Revolut und Transferwise eingerichtet. Wenn ich in Revolut die Transferwise Debitkarte hinzufüge erkennt es diese als GBP Karte und will in GBP aufladen obwol ich in TW CHF einbezahlt habe. Zudem versucht Revolut 1 CHF beim hinzufügen der TW Karte abzuziehen was bei TW abgelehnt wird. Jemand eine Lösung?
bluevel
scheint, dass der Umweg über TW zu Revolut nicht einfach ist. rentiert sich der aufwand? warum wird CHF zu TW als Inlandüberweisung gewertet // während CHF zu Revolut kostet?

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f0277126
Umrechnungskurs teilweise mit fehlender Transparenz plus Bearbeitungsgebühr «Ausland». Happige Schweizer Bank-Gebühren für Fremdwährungstransaktionen (Online und Stationär). Auf digitalmedia.ch gibt es ergänzende Informationen für Schweizer Revolut-Interessenten.
bluevel
Weisst du etwas mehr über den TW Borderlessaccount? Als Schweizer zahlt man für Auslandsüberweisungen 0.3% des Betrags an Gebühr sowie 1.5 CHF pauschal. Das macht bei z.B. 1000 CHF 4.49 CHF aus.
bluevel
Hallo, ich habe leider noch nicht den Durchblick, wie ich als Schweizer am wirtschaftlichsten mit Revolut schaffen soll. Dazu noch was: Ich habe ein Konto im EU-Ausland (Raiffeisen Austria) weil ich dort beruflich Aufträge habe. Wäre es denn nicht sinnvoll, von CHF von Postfinance nach dem Euro-Konto Austria kostenlos mit SEPA zu überweisen? Und Revolut über das Konto bei Raiffeisen Austria zu bewirtschaften? Auf diesem Weg würde ich mir den Umweg über Transferwise u./o. Wechselstube sparen... ich wäre dankbar für dein Feedback dazu. Gruss, Michael

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