Zu ihrem 60. Geburtstag bekommt Fiona Eckhart einen Smartbox-Gutschein geschenkt. Einen Gutschein für «Luxus und Entspannung», genauer gesagt, der eine Übernachtung mit Gourmet-Dinner und Wellness für zwei umfasst.

Mit den Gutscheinen von Smartbox lässt sich auf deren Website nach entsprechenden Angeboten stöbern. Eckhart und ihr Partner Lorenz Hablützel, die in Wirklichkeit anders heissen, werden fündig. Sie lösen den Gutschein für eine Nacht in einem Viersternehaus oberhalb von Lugano ein. «Weil wir nicht nur wegen einer Nacht ins Tessin fahren wollten, entschieden wir uns, im selben Hotel eine weitere Nacht zu buchen», erzählt Hablützel.

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Happige Preisdifferenz

Praktisch, dass man die Zusatznacht gleich via Smartbox buchen kann. So scheint es zumindest dem Paar. Und sie überlegen nicht viel, als ihnen Smartbox dafür 699 Euro in Rechnung stellt. Beziehungsweise letztlich 699 Franken. «Ein sportlicher Umrechnungskurs», so Hablützel.

Beratung mit Chatbot

Vor den Kopf gestossen fühlt sich das Paar aber definitiv, als es herausfindet, zu welchem Preis das Hotel selbst die Nacht anbietet. Das Zimmer inklusive Frühstück kostet auf dessen Website 280 Franken – also deutlich weniger als die Hälfte.

Für Hablützel unverschämt: «Für 699 Franken hätten wir bei einer Direktbuchung zweimal übernachten und gleich noch ein Nachtessen bekommen können. Der Smartbox-Gutschein war so gesehen für d Füchs.»

Für Smartbox lief alles korrekt

Das Paar will mehr über die happige Preisdifferenz wissen und hakt bei Smartbox nach. Eine Mitarbeiterin namens «Juseline» von Smartbox antwortet zunächst so knapp wie holprig: «Ich habe Ihr Anliegen weitergeleitet und die Rückmeldung erhalten, dass der Preis für den notte in Premium Suite con vista lago stimmt so und ist kein System fehler.»

Als Hablützel nochmals nachhakt, beruft sich das Unternehmen darauf, dass die Preise ausserhalb von Smartbox in keinem Zusammenhang mit den eigenen Angeboten stünden. «Unsere Partner haben einen vertraglich geregelten Rahmen mit uns, innerhalb dessen spezifische Konditionen und Preise für Smartbox-Kundinnen und -Kunden festgelegt sind.» Was immer das auch heissen mag.

Das gleiche Angebot kann unterschiedlich viel kosten

Gegenüber dem Beobachter hat Smartbox keine Stellung genommen.

Klar ist: Rechtlich kann das gleiche Angebot an mehreren Orten unterschiedlich viel kosten. Trotzdem: Für Fiona Eckhart und Lorenz Hablützel endet der Ausflug ins Tessin unbefriedigend. «Natürlich war es auch unser Fehler, dass wir die zweite Nacht etwas vorschnell gebucht hatten. Aber mit einer derart massiven Preisdifferenz hatten wir schlicht nicht gerechnet.»

Selbst würden die beiden keinen Smartbox-Gutschein verschenken.

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