Ist der Spielplatz vergiftet? Machen Sie den Check!
Kleinkinder können beim Spielen mit gefährlichen Schadstoffen in Kontakt kommen. Mit einem neuen Tool lässt sich prüfen, ob der eigene Garten untersucht werden sollte.

Veröffentlicht am 16. Oktober 2026 - 05:00 Uhr

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Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen: Sie spielen nah am Boden, wühlen im Dreck und stecken alles Mögliche in den Mund. Genau dieses Verhalten kann in Hausgärten, auf Spiel- oder Grünflächen zum Problem werden. Wenn das Erdreich dort mit Schadstoffen wie Schwermetallen oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet ist, sind Kinder unter drei Jahren bei regelmässigem Kontakt besonders gefährdet.
Im Schnitt nehmen sie täglich ein Viertelgramm Erde und somit eventuell auch Schadstoffe zu sich. Ein kritischer Stoff ist Blei, das bei Kleinkindern schon in kleinsten Mengen die Hirnentwicklung beeinträchtigen kann. Heikel sind auch PAK, da es sich dabei um krebserregende Substanzen handelt.
Boden belastet? Machen Sie den «Spielplatz-Check»
Vorsicht ist etwa bei Böden angebracht, die bereits vor 1960 als Gärten genutzt wurden, oder bei Liegenschaften in Zentrumslagen grösserer Orte. Damit sich herausfinden lässt, ob der eigene Boden belastet ist, hat das Bundesamt für Umwelt den «Spielplatz-Check» aufgeschaltet. Anhand einiger Fragen kann man prüfen, ob man die Bodenfläche durch ein Umweltfachbüro untersuchen lassen sollte.
Die Kosten für die Untersuchung müssen selbst getragen werden. Wenn die Ergebnisse aufzeigen, dass der Boden sanierungsbedürftig ist, beteiligt sich der Bund jedoch über den sogenannten Vasa-Altlastenfonds mit 40 Prozent an den Sanierungskosten. Üblicherweise werden die obersten 20 bis 30 Zentimeter des belasteten Bodens entfernt und entsorgt. Danach wird die Fläche mit neuer Erde wiederhergestellt.
- Bundesamt für Umwelt: Belastete Kinderspielplätze




