Die Vereinbarung einer Mietzinserhöhung im gegenseitigen Einvernehmen ist grundsätzlich zulässig. Sie können auf das vom Kanton genehmigte Formular jedoch nur verzichten, wenn Sie Ihren Mieter über die Formularpflicht und seine Anfechtungsmöglichkeit informieren und er bewusst auf seine Rechte verzichtet. Dabei darf der Mieter sich nicht unter Druck fühlen, weil er zum Beispiel eine Kündigung befürchtet.

Wenn Sie kein amtliches Formular verwenden und den Mieter nicht korrekt informiert haben, ist die Mietzinserhöhung grundsätzlich ungültig. Der Mieter könnte den zu viel bezahlten Mietzins ein Jahr lang ab Kenntnis der Ungültigkeit zurückfordern, dies maximal zehn Jahre zurück.

Aus diesem Grund ist es für Sie als Vermieter wichtig, dass Sie klare Belege für den Verzicht Ihres Mieters auf seine Rechte haben. Zum Beispiel können Sie in einer von beiden Seiten unterschriebenen Zusatzvereinbarung den neuen Mietzins sowie den ausdrücklichen Verzicht auf die Mieterrechte festhalten.

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Wenn der Vermieter den Mietvertrag einseitig ändert, müssen bestimmte Formalitäten eingehalten werden. Mitglieder von Guider erhalten mit der Checkliste «Diese Punkte sollten Vermieter bei Vertragsänderungen beachten» einen ausführlichen Überblick, damit Mieter Formfehler nicht anfechten können.

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