In Gold investieren – wie geht es am besten?
Eine Kollegin schwärmt davon, in Edelmetallen anzulegen. Besonders in Krisenzeiten. Aber wie investiert man am sinnvollsten in Gold?

Veröffentlicht am 4. Juni 2026 - 08:48 Uhr

Wer physisches Gold besitzt, muss sich auch um eine sichere Verwahrung kümmern.
Wenn Sie das Gold sicher aufbewahren können, etwa in einem Haustresor oder im Bankschliessfach, bieten sich für die Wertanlage Goldmünzen oder Goldbarren an. Sie spiegeln den realen Goldwert wider. Bei der 20er-Goldmünze «Helvetia», auch Goldvreneli genannt, ist das nicht der Fall.
Die bekanntesten Goldmünzen sind Krügerrand (Südafrika) und Maple Leaf (Kanada). Beide sind in verschiedenen Grössen (in Unzen oder Teilen davon) erhältlich. Aber auch Goldbarren sind eine gute Alternative und ebenfalls in zahlreichen Gewichten verfügbar. Neben Banken bieten auch Numismatiker Goldmünzen an. Vergleichen Sie die Angebote, es kann sich lohnen.
In ETF investieren
Als Alternative zum physischen Gold bietet sich ein Exchange-Traded Fund an, der ausschliesslich in Gold investiert. Ein ETF ist ein Anlagefonds, der an der Börse gehandelt wird.
Ihr Kundenberater kann Sie zu den verschiedenen Produkten beraten. Lassen Sie sich die einmaligen Kosten (Kaufspesen) und die wiederkehrenden (Fondsverwaltungskosten, Depotgebühren, Rücknahmekommissionen et cetera) detailliert aufzeigen.
Das Angebot an ETF ist riesig. Es gibt solche, die mit physischem Gold hinterlegt sind. Bei Bedarf könnten Anlegende sich das Gold gegen eine Gebühr aushändigen lassen.
Währungsrisiko beseitigen
Sie können auch Produkte kaufen, die währungsabgesichert sind. Das kann sinnvoll sein, weil Sie so das Währungsrisiko eliminieren können, denn Goldpreisnotierungen erfolgen in US-Dollar. Die Kosten für diese Absicherung trägt der ETF, dadurch wird aber die Rendite etwas geschmälert.
Tipp: Die Wertschwankungen des Goldes sind ähnlich hoch oder gar noch höher als diejenigen von Aktien. Das verlangt nach einer hohen Risikobereitschaft und einem langen Anlagehorizont. So haben Sie Zeit, Kursverluste aufgrund von Verwerfungen an den Finanzmärkten wieder aufzuholen.
Und bedenken Sie: Gold befindet sich bereits nahe dem Höchststand.
Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals Anfang Juni 2020 veröffentlicht und wird laufend durch den Beobachter aktualisiert.
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