Wenn die Wohnung schon am Morgen stickig ist und der Balkonboden zur Bratpfanne wird, helfen klassische Tipps wie «viel trinken» oder «tagsüber Fenster schliessen» irgendwann auch nicht mehr weiter. Also haben wir in der Beobachter-Redaktion nachgefragt: Was hilft wirklich gegen die Hitze?

Der Museums-Trick

Wer der Hitze entkommen will, muss nicht immer direkt ins Schwimmbad. Katharina Siegrist, Redaktorin und Beraterin, hat einen ruhigeren Rückzugsort entdeckt: «Ich gehe gern ins Museum – angenehm klimatisiert und keine Leute!»

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Der Balkon wird bewässert

Lena Berger, stellvertretende Chefredaktorin, hat ihren Hitzekampf mittlerweile perfektioniert. Ihr Balkonboden? Wird regelmässig gegossen. «Baumwollteppich auf dem Balkon und diesen dann jeden Morgen kurz mit Wasser giessen. Ende Sommer ist das ein gruusiger Fetzen, aber bis dahin kann ich raussitzen, ohne mir die Füsse zu verbrennen.»

Die Kühltücher aus der Flasche

Auch ein Tipp aus der Grafikabteilung hat Berger geholfen: «Andrea Klaiber, Infografikerin und Layouterin, empfahl mir Kühltücher. Das sind eine Art Mikrofasertücher, die es in der Landi, bei Ochsner Sport oder Decathlon zu kaufen gibt. Sie werden in Flaschen verkauft, die man an den Rucksack hängen kann. Man macht sie leicht nass, und sie kühlen ewig lange. Ich habe in meiner Dachwohnung so eins um den Nacken gelegt und mir danach gleich fünf zusätzliche im Internet bestellt, damit ich die allen schenken kann, die auch so heiss haben.»

Beratung mit Chatbot

Das kontraintuitive Dampfbad

Der vielleicht überraschendste Trick kommt ebenfalls von Lena Berger und klingt zunächst nach dem Gegenteil von Abkühlung: «Was ich mal ausprobiert habe: morgens um sieben Uhr ins Dampfbad. Ist kontraintuitiv, aber wenn ich meinen Körper erhitze und danach abkühle (wichtig: sich dabei Zeit lassen), schwitze ich den ganzen Tag weniger. Den Tipp habe ich von einem Oberkellner in einem Fünfsternehotel in Ascona. Trotz schwarzem Frack wirkte der Mann kein bisschen verschwitzt.»

Der Kühlschrank unter dem Bahnhof

Und manchmal reicht offenbar schon der Arbeitsweg. Chefredaktor Dominique Strebel schwört auf einen Ort, den viele Zürcherinnen und Zürcher kennen: «Der Velotunnel beim HB Zürich. Ein Kühlschrank.»

Lena Berger hat den Tipp direkt getestet, allerdings in Luzern. Ihr Fazit: «Der Tipp funktioniert schweizweit!»

Und jetzt sind Sie dran!

Haben Sie einen ungewöhnlichen Hitze-Trick, den kaum jemand kennt? Schreiben Sie ihn uns in die Kommentarspalte.