Frage von Werner K.: Als ich kürzlich im See badete, plagte mich danach heftiger Juckreiz. Warum? Wie kann ich mich schützen?

Vorab das Wichtigste: Die Angelegenheit ist lästig, aber harmlos. Besonders im aufgewärmten Wasser tummeln sich nicht nur die Badegäste, sondern auch viele Kleinlebewesen Mückenstiche Stichhaltige Meldung ans Gehirn . Einige davon können sich durch Hautrötungen und manchmal heftigen Juckreiz bemerkbar machen. Sie lösen beim Menschen die so genannte Bade-Dermatitis aus.

Es handelt sich um Larven von Entenparasiten (deshalb spricht der Volksmund hier von Entenflöhen). Bei Wassertemperaturen zwischen 20 und 23 Grad schwärmen diese einen Millimeter grossen Larven von ihrem Zwischenwirt, kleinen Wasserschnecken, aus, um zu ihrem Endwirt, Wasservögeln, zu gelangen.

Das hilft gegen Entenflöhe

Auf dieser Suche begegnen sie manchmal badenden Menschen. Sie heften sich an die Haut und versuchen, in den Organismus einzudringen. Sie können die dickere menschliche Haut jedoch nicht durchdringen und sterben in der Haut ab. Dies löst bereits kurz nach dem Bad heftigen Juckreiz aus. Nach ein bis zwei Tagen klingen die Symptome auch ohne Behandlung wieder ab, spätestens nach 10 bis 20 Tagen ist alles vorbei. Eine juckreizstillende Salbe verhindert, dass man sich blutig kratzt Neurodermitis Kratzen bis es blutet und die Wunden sich womöglich entzünden.

Wer sich lange im flachen, warmen Gewässer aufhält, hat ein höheres Risiko, von Entenflöhen befallen zu werden. Hilfreich ist, am frühen Morgen, bei hohen Wassertemperaturen und stehendem Gewässer nicht allzu lange schwimmen zu gehen und sich danach mit Leitungswasser abzuduschen und mit dem Strandtuch abzutrocknen. Zudem sollte man nach dem Schwimmen den Badeanzug wechseln.

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In Schwimmbädern, die mit Chlor aufbereitet werden besteht übrigens keine Gefahr: in diesem Wasser sind die Parasiten nicht überlebensfähig. Auch in tiefem Wasser oder einem Gewässer mit Strömung kommen die Entenflöhe nicht vor.

«Wissen, was dem Körper gut tut.»

Chantal Hebeisen, Redaktorin

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