Zugegeben, der türkise Gusseisenbräter von Betty Bossis Webshop sieht hübsch aus. Auch mit dem Preis von Fr. 109.95 wirkt der Topf der Marke Springlane im Vergleich zu ähnlichen Markenprodukten zunächst attraktiv. Die Freude ist aber nur von kurzer Dauer, wenn man sich die Mühe eines Preisvergleichs macht. Der Beobachter machte am 16. September 2026 den Test – und staunte: Den Bräter gibt es auf Amazon für gerade einmal 39,68 Euro. Währungsbereinigt ist das ein Aufschlag von satten 195 Prozent.

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Gleich mehrere Küchenwaren von Springlane verkauft Betty Bossi massiv teurer. Von den 21 Produkten der Marke sind sechs auf Amazon für den Versand in die Schweiz erhältlich. Im günstigsten Fall beträgt der Preisaufschlag von Betty Bossi rund 30 Prozent. Für die anderen fünf Produkte verlangt die Coop-Tochter im Schnitt mindestens doppelt so viel.

Sogar das Porto ist billiger

Man setze sich für faire und marktgerechte Preise gegenüber den Kunden und Kundinnen ein, heisst es bei Betty Bossi auf Anfrage. Die Preisunterschiede zum Ausland begründet das Unternehmen mit höheren Lohn-, Logistik- und Immobilienkosten in der Schweiz. «Unsere Verkaufspreise richten sich grundsätzlich nach den Einkaufspreisen sowie nach den Rahmenbedingungen für den Schweizer Markt.»

Das mag stimmen. Allerdings bietet sich der Schweizer Kundschaft keinerlei Mehrwert, wenn sie bei Betty Bossi kauft. In beiden Fällen bestellt sie online und bekommt die Ware direkt nach Hause geliefert. Hinzu kommt, dass das Porto bei Amazon günstiger ist als bei Betty Bossi – oder je nach Bestellsumme sogar ganz wegfällt. Und bei den Preiszuschlägen von der Coop-Tochter liegt sogar eine allenfalls nötige Verzollung drin, etwa beim Mandelmilchbereiter Mila. Er kostet bei Betty Bossi 298 Franken, war bei der Beobachter-Erhebung auf Amazon aber für lediglich 154 Euro zu haben. Bei einem Preisunterschied von rund 150 Franken liegen rund 30 Franken für die Verzollung problemlos drin.

Quellen