Vorsicht Fake! So erkennen Sie falsche Ferien-Schnäppchen
Wer Ferien über Onlineportale bucht, sollte sich vor Fake-Inseraten in Acht nehmen. Wie man erkennt, ob der Anbieter seriös ist.

Veröffentlicht am 10. Juni 2026 - 09:22 Uhr

Was auf dem Handy nach der perfekten Unterkunft aussieht, kann in echt ein Betrug sein.
Online einen Flug, ein Hotel oder ein Mietauto zu buchen, ist heute gang und gäbe. Doch immer wieder kommt es zu Betrugsfällen. Davor sind auch Plattformen wie Booking.com, Airbnb oder Expedia nicht gefeit. Mit Fake-Inseraten versuchen Betrüger, die Interessenten von den offiziellen Buchungsportalen wegzulocken.
So werden die potenziellen Opfer etwa aufgefordert, den angeblichen Anbieter direkt per E-Mail anzuschreiben. Betrüger versuchen dann, eine Überweisung auf ein ausländisches Bankkonto zu erreichen – für eine Ferienunterkunft, die gar nicht existiert. Eine andere Methode: Betrüger fordern ihre Opfer auf, die Kreditkartendaten zu schicken.
Booking.com oder Airbnb: So erkennen Sie Betrugs-Inserate
- Auftritt beurteilen: Sind die Texte auf der Seite oder in den E-Mails in einer korrekten, verständlichen Sprache verfasst? Liest es sich, wie wenn sie mit einem schlechten Programm übersetzt wurden?
- Impressumspflicht: In der Schweiz gilt eine Impressumspflicht. Sämtliche Onlineshops, deren Angebote sich an eine Schweizer Kundschaft richten, müssen Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit des Verkäufers auflisten. Wenn eine Firma dies nicht tut, ist das ein Verstoss gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Ein fehlendes Impressum kann ein Hinweis darauf sein, dass es einen Anbieter nicht gibt. Dann sollte man eine Buchung unterlassen.
- Angebot: Wenn ein Angebot zu schön klingt, um wahr zu sein, sollten alle Alarmglocken läuten. Halten Sie inne, fragen Sie sich: Kann das wirklich sein? Bitten Sie Bekannte um eine Einschätzung.
- Rezensionen prüfen: Überprüfen Sie die Rezensionen genau und informieren Sie sich über die Erfahrungen anderer Leute.
- Zeitdruck: Wenn der Anbieter schreibt, das Angebot gelte nur noch eine Viertelstunde, lassen Sie besser die Finger davon.
- Websites: Lassen Sie sich nicht auf fremde Websites lotsen, buchen Sie Angebote nur über die Originalplattform.
- Kreditkarten: Aufforderungen, die Kreditkarte zu aktualisieren, sind in aller Regel Phishing-Versuche. Klicken Sie nicht auf Links. Wenn Sie unsicher sind, gehen Sie auf die offizielle Website Ihres Kreditkartenanbieters und melden Sie sich dort über das Login an.
Auf Fake-Inserat reingefallen – was tun?
- Blockieren: Informieren Sie umgehend Ihre Kreditkartenfirma oder Ihre Bank, lassen Sie den Zahlungsauftrag nach Möglichkeit löschen und sperren Sie in Absprache mit der Bank die involvierten Zugangsdaten und Kreditkarten.
- Melden: Gehen Sie nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Polizeistelle und erstatten Sie Anzeige.
- Versicherung: Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung oder eine Cyberversicherung haben, können Sie den Fall melden. Je nachdem übernimmt diese den finanziellen Schaden.
- Betrug melden: Es ist wichtig, dass Sie der Plattform oder dem Vergleichsportal diesen Betrug melden. Ihr Geld werden Sie jedoch vermutlich nicht zurückbekommen. Der Grund dafür: Sie haben das Angebot über einen anderen Kanal gebucht. Deshalb haben Sie keinen Anspruch, die eigentliche Plattform dafür haftbar zu machen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals im April 2024 veröffentlicht.
Die Ferien sind gebucht, die Freude ist gross. Doch dann verschiebt der Reiseveranstalter den Flug um mehrere Stunden oder erhöht einfach mal so den Preis.
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