Ist ein genügender Versicherungsschutz fürs Ausland und eine allfällige Repatriierung vorhanden?

  • Die Schweizer Grundversicherung deckt nur notfallmässige Behandlungen bis zum maximal doppelten Tarif der Schweiz und keine Repatriierungen, also Rückführungen in die Schweiz. Für eine solche Absicherung braucht es eine Reise-Assistance-Versicherung.

  • Die Notwendigkeit einer Zusatzversicherung für die Dauer der Reise sollte unbedingt abgeklärt werden. Insbesondere dann, wenn man in Länder mit hohen Heilungskosten reist, wie zum Beispiel in die USA, nach Japan oder Australien. Solche Zusätze lassen sich zeitlich befristet bei der Krankenkasse abschliessen.
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Habe ich mich ausreichend über Impfungen und spezielle Risiken medizinischer Art am Reiseziel informiert?

  • Frühzeitig daran denken, da einige Impfungen mehrere Wochen in Anspruch nehmen können.

  • Schon in Ländern wie beispielsweise Ägypten ist Hepatitis A ein Problem. Die Erreger werden via verunreinigte Nahrungsmittel aufgenommen. Die Folge: eine mitunter sehr langwierige Leberentzündung. Helfen kann eine Impfung und der Verzicht auf frische Früchte, Gemüse, Eiswürfel und Glacés.

  • Tollwut ist beispielsweise in allen nordafrikanischen Ländern bei Hunden weit verbreitet. Wird man gebissen, kann die Tollwut übertragen werden. Auch hier sollte eine Impfung zumindest diskutiert werden, wenn auf einer Reise ein Kontakt mit streunenden Hunden wahrscheinlich ist.

  • An Malaria sterben jedes Jahr mehrere Millionen Menschen, vor allem in der dritten Welt. Sie ist zudem weit verbreitet (auf dem ganzen Globus in tropischen Gegenden wie Südamerika, Südostasien, Indien und Afrika). Als Vorsichtsmassnahme wird während der ganzen Reise entweder ein Medikament eingenommen oder ein Medikament als Notfalllösung mitgeführt, je nach bereister Gegend.

  • Reisedurchfall ist die häufigste Erkrankung auf Reisen überhaupt. Auch hier gilt: Frische Früchte und Gemüse sowie Glaces, Hahnenwasser und Eiswürfel sind strikte zu meiden.

  • Tipp: Weitere länderspezifische Informationen finden Sie unter www.safetravel.ch.

Sind alle notwendigen Medikamente für die ganze Reisedauer vorhanden?

  • Medikamente, die regelmässig eingenommen werden müssen, im Handgepäck mitführen.

  • Notfallmedikamente bei Allergikern nicht vergessen!

  • In die Reiseapotheke gehören ausserdem:
    • Fiebersenker, Schmerzmittel
    • Pflaster, Schnellverband
    • Durchfallhemmer
    • Abschwellende Nasensprays
    • Fieberthermometer
    • Sonnenschutzcreme, Insektensprays
    • Desinfektionsmittel

Ist genügend Zeit für die Hin- und Rückreise eingeplant? Sind Erholungsphasen vorgesehen?

  • Ältere Semester brauchen längere Erholungsphasen

Ist während der ganzen Reise sichergestellt, dass Angehörige, Bekannte oder Freunde über den Aufenthaltsort Bescheid wissen?

  • Hinterlegen Sie bei Personen Ihres Vertrauens Ihre Reiseroute mit Adressen und Telefonnummern.

Bin ich flugtauglich?

  • Gewisse Herz- und Lungenkrankheiten machen Flugreisen riskant oder gar gefährlich, da die Druckverhältnisse im Flugzeug anders sind als am Boden. Dadurch kann es zu einem Sauerstoffdefizit kommen.

  • Dies gilt auch für Reisen in höher gelegene Gebiete (Anden, Himalaya). In solchen Fällen unbedingt mit dem Hausarzt vorgängig abklären.
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Thrombosegefahr bei Flug- oder Busreisen

  • Bei mehrstündigen Flug- oder Carreisen sind die Platzverhältnisse meist eng, und man kann sich nur schlecht bewegen. Durch das lange Sitzen steigt die Gefahr einer Thrombose.

  • Relevant wird ein Risiko erst bei Reisen, die länger als fünf Stunden dauern.

  • Dass eine Tablette «Aspirin» eine Thrombose verhindern kann, ist eine falsche Annahme. «Aspirin» ist für diesen Zweck nutzlos.

  • Vor einer längeren Reise empfiehlt es sich, beim Hausarzt abzuklären, ob im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für eine Thrombose besteht. Der Hausarzt kann dann entscheiden, ob für die Reise eine einmalige, blutverdünnende Spritze notwendig ist oder nicht.

  • Ganz unabhängig davon lässt sich mit einfachen Massnahmen verhindern, dass es zu einer Thrombose kommt: einmal pro Stunde aufstehen und ein paar Mal den Gang rauf- und runtergehen, viel trinken und vor dem Flug keine Schlafmittel einnehmen. Wer Stützstrümpfe hat, kann diese anziehen.