Wir ❤️ Beobachter
Der Beobachter hilft
Wer beim Beobachter arbeitet, tut dies mit Leidenschaft. Weshalb das so ist, erzählt unser Team gleich selbst – in einer Serie ganz persönlicher Texte. Diesmal: Journalistin und Podcast-Moderatorin Jasmine Helbling.

Veröffentlicht am 1. Oktober 2026 - 05:00 Uhr

Liebe Leserin, lieber Leser
Ich bin Journalistin, weil ich gerne Fragen stelle und noch lieber zuhöre. Weil ich Menschen (meist) mag und spannende Geschichten sowieso. Bei meiner Arbeit für den Beobachter begegne ich ihnen täglich – nicht trocken im Gesetzbuch, sondern von Angesicht zu Angesicht.
Manche Schicksale begleiten mich lange. Wie jenes der Frau, die eine schwere Blutvergiftung nur knapp überlebte. Erst kürzlich haben wir wieder telefoniert – ihr starker Wille beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Respekt habe ich vor Personen, die trotz knappem Budget ihren Alltag stemmen und sich aus der Armut kämpfen. Und Mut machen mir Frauen wie Mahbube Ibrahimi, die allein in die Schweiz flüchtete und eine Onlineschule für Afghaninnen gründete.
Solche Gespräche führe ich mal unter vier Augen, mal als Moderatorin unseres Podcasts «Der Fall» für ein breiteres Publikum. Ob in der Stube oder am Mikrofon: Ich merke immer wieder, wie viel es ausmacht, wenn jemand zuhört und die Hand ausstreckt. Das kann ein Nachbar sein, eine Freundin – oder eben der Beobachter.
Doch wenn das Schicksal zuschlägt, braucht es oft mehr als ein offenes Ohr – es braucht rechtliche oder finanzielle Beratung. Und viele suchen aus Angst vor den Kosten erst gar keine Hilfe bei unserem Beratungszentrum. Dass es uns möglich ist, auch jenen zu helfen, die mittellos sind, und jenen eine Stimme zu geben, die sonst niemand wahrnimmt – das verdanken wir auch unseren Abonnentinnen und Abonnenten.
Herzliche Grüsse
Jasmine Helbling, Journalistin und Podcast-Moderatorin



