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UmzugskostenSo finden Sie die richtige Zügelfirma

Die Zügelrechnung reisst oft ein empfindliches Loch ins Portemonnaie. Wer jedoch schon zu Beginn eine detaillierte Offerte einholt, spart beim Umzug Kosten und Nerven zugleich.

Verlangen Sie von der Zügelfirma beides: Eine Offerte als Pauschale und eine mit Kostendach.
von aktualisiert am 01. März 2017

Engagieren Sie nicht die erstbeste Zügelfirma für Ihren Umzug und handeln Sie nur Offerten aus, die Ihren Kostenvorstellungen und dem Zügelaufwand am ehesten entsprechen. Die folgenden 5 Schritte helfen Ihnen dabei, die optimale Lösung für sich zu finden.

Schritt 1: Suche nach der Zügelfirma

Im Internet gibt es Plattformen mit Umzugsfirmen in der Region, zum Beispiel Renovero.ch oder Movu.ch. Oder fragen Sie Bekannte und Verwandte, welche Firma sie empfehlen. Schriftliche Offerten, die Sie aufgrund Ihrer Angaben in einem Formular auf der Website erhalten, sollten Sie je nach Detaillierungsgrad der abgefragten Informationen gegebenenfalls kritisch betrachten. Die Umzugsfirmen kennen die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort noch nicht.

Schritt 2: Besichtigungstermin vereinbaren

Vereinbaren Sie mit mindestens drei Firmen einen Besichtigungstermin. Nur so kriegt man heraus, mit wem man es tatsächlich zu tun hat, und die Firma kann sich einen seriösen Überblick verschaffen. Bereiten Sie dafür einen Fragenkatalog vor. Die Antworten lassen sich dann systematischer vergleichen (siehe «Der Fragenkatalog für die Zügelfirma»).

Professionelle Anbieter sehen sich auch Keller und Estrich an, denn dort sammelt sich meist mehr an, als man denkt. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie noch entrümpeln wollen – vielleicht reicht die Zeit dafür nicht mehr. Falls die Umzugsfirma die Wohnung auch gleich reinigen soll, lassen Sie sich dafür einen separaten Pauschalpreis offerieren (mit Abnahmegarantie). Auch hier gibt es grosse Preisunterschiede.

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Merkblatt «Wohnungsübergabe» bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Mitglieder von Guider erhalten im Merkblatt «Wohnungsübergabe» eine Übersicht, in welchem Zustand die Wohnung zu übergeben ist und welche Punkte im Rückgabeprotokoll enthalten sein sollten.

Der Fragenkatalog für die Zügelfirma

  • Beschäftigt die Firma erfahrene Zügelleute? Wie oft hat das Team schon zusammengearbeitet? Sind Leute dabei, die mit der Demontage von Schränken oder mit einem Klaviertransport Erfahrung haben?
     
  • Wann fangen die Mitarbeiter morgens an? Je früher, desto besser, vor allem, weil das Team vielleicht ungeplant nochmals fahren muss, weil es den Platzbedarf nicht richtig eingeschätzt hat.
     
  • Ist die Transportkapazität der Firma angemessen? Ein klassischer Fehler ist der zu kleine Transporter. Jede zusätzliche Fahrt zieht den Zügeltag in die Länge.
     
  • Ginge der Umzug schneller mit einem Aussenlift? Hat die Firma einen oder muss sie für viel Geld einen mieten? Welche Erfahrung hat das Team mit Aussenliften? Wenn die Möbel falsch befestigt sind, können sie Kratzer abkriegen, was einen langwierigen Haftpflichtfall nach sich ziehen kann (siehe «Versicherung: Kommt die Zügelfirma für Schäden auf?»).
     
  • Welche Möbel soll die Zügelfirma demontieren? Zum Beispiel Bett, Schrank, Deckenlampen et cetera.
     
  • Wer verpackt grössere Pflanzen? Die Zügelleute oder Sie selber?
     
  • Macht die Firma auch die Endreinigung? Garantiert sie die Abnahme? Wie viele Leute setzt sie dafür ein? Bringen sie einen Hochdruckreiniger für die Terrasse mit? Behebt die Firma Mängel durch ordentliche Abnützung und stopft zum Beispiel Dübellöcher fachgerecht? Sind die Leute auf Reinigung spezialisiert? Reinigen sie auch Rollläden und Heizungsradiatoren?

Schritt 3: Zügelofferten vergleichen

Stellen Sie die schriftlichen Offerten einander gegenüber (siehe «Der Fragenkatalog für den Offertenvergleich»).

Schritt 4: Mit Umzugsunternehmen verhandeln

Allenfalls haben Sie einen guten Eindruck von einer Firma erhalten, aber sie ist teurer als eine andere. Konfrontieren Sie Ihren Favoriten mit den besseren Konditionen des anderen Unternehmens. Even­tuell kommt man Ihnen mit dem Preis entgegen. Wenn nicht, wägen Sie ab, was Ihnen wichtiger ist – der Preis oder der Eindruck, den Sie gewonnen haben.

Schritt 5: Offene Fragen klären

Wenn Sie sich für eine Firma entschieden haben, überlegen Sie, welche offenen Punkte vor dem Umzugstag noch geklärt werden müssen. Muss man Ihnen zum Beispiel noch mehr Kisten bringen?

Umzug von A bis Z

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Der Fragenkatalog für den Offertenvergleich

Welchen Eindruck haben Sie vom Team und von der Offerte?

Vergleichen Sie die wesentlichen Punkte: das Volumen des Transportguts, das Volumen des Zügelwagens, die Anzahl Zügelleute und den Stundenansatz, den Ansatz für Chauffeur und Wagen, die geschätzte Umzugsdauer, die Nebenkosten (inklusive Mehrwertsteuer), die Versicherung (ist klar, dass die Umzugsfirma den Selbstbehalt trägt?), Kisten, Möbellift, Gegenstände über 100 Kilo, Luftpolster und Stretchfolie sowie Stockwerkzuschlag und Entsorgung.

Wie sieht die Zahlungsart aus? Barzahlung ist in der Branche noch immer verbreitet.

Verlangen Sie neben einer Offerte mit Stundenansatz und garantiertem Kostendach am besten auch gleich eine Pauschalofferte. Bei der Pauschalofferte haben Sie keine Zusatzkosten, wenn die Firma den Aufwand falsch eingeschätzt hat und deshalb öfter fahren muss. Eine Offerte mit Kostendach kann tiefer sein als eine Pauschalofferte, muss aber nicht.

Ein Umzug umfasst die Zeit von der Abfahrt am Domizil der Zügelfirma bis zur Rückkehr dorthin. Gibt es vielleicht Anbieter, die zum Beispiel erst ab Domizil des Auftraggebers verrechnen, weil sie von weiter her kommen?

Sind die Pausenregelungen erwähnt? Zügelleute haben Anspruch auf 30 Minuten Pause pro vier Stunden Arbeit. Die Mittagspause zählt nicht zur Arbeitszeit.

Welchen Eindruck machen die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Sie? Wirken sie handgestrickt, oder verwendet die Firma zum Beispiel die allgemeinen Umzugsbedingungen des Nutzfahrzeugverbands Astag?

Ist die Zügelfirma Mitglied eines Branchenverbands? Wenn nein, warum nicht?

Versicherung: Kommt die Zügelfirma für Schäden auf?

Wichtig ist, dass das Unternehmen über eine Frachtführer- und Betriebshaftpflichtversicherung verfügt. Deren Prämien sind in der Regel in den Umzugskosten enthalten. Akzeptieren Sie auf keinen Fall die Übernahme des Selbstbehalts.

Bei teurem Hausrat kann sich allenfalls der Abschluss einer zusätzlichen Warentransportversicherung via Zügelunternehmen lohnen. Dabei spielt die Frage, wer den Schaden verursacht hat und ob dies grobfahrlässig geschehen ist, keine Rolle. Von Vorteil ist diese Versicherung zudem dann, wenn Kollegen mithelfen und man späterem Streit vorbeugen will. Aber auch hier lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte. Die Versicherungen decken lediglich den Zeitwert.

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Mehr zur Züglete bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Beim Umzug muss an vieles gedacht werden. Neben dem Einholen von Offerten bei Zügelunternehmen gehört beim Einzug auch ein detailliertes Antrittsprotokoll dazu. Guider-Mitglieder erhalten Tipps rund ums Zügeln.

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