1. Home
  2. Arbeit
  3. Todesfall: Absenz für das letzte Geleit

TodesfallAbsenz für das letzte Geleit

Frage: Meine Schwiegermutter ist verstorben. Nun meint mein Chef, ich müsse den verpassten Arbeitstag der Beerdigung nachholen. Wie sind Absenzen geregelt?

Nach dem Tod eines Familienangehörigen dürfen Arbeitnehmer in der Regel 1 bis 3 Tage der Arbeit fernbleiben.

Von aktualisiert am 23. März 2018

Viele Firmen haben diese sogenannten Kurzabsenzen in ihrem Betriebsreglement geregelt. Schauen Sie in Ihrem Arbeitsvertrag Arbeitsvertrag Erst lesen, dann unterschreiben! oder in den zugehörigen Bestimmungen nach. Oft gibt es auch im GAV, dem Gesamtarbeitsvertrag, Hinweise dazu.

Falls Sie darin nichts finden, äussert sich das Obligationenrecht (OR) nur ansatzweise: Es sind dem Arbeit­nehmer die üblichen freien Stunden und Tage und nach erfolgter Kündigung die für das Aufsuchen einer anderen Arbeitsstelle erforderliche Zeit zu gewähren.

Weil das Gesetz so ungenau ist, hat sich eine Praxis entwickelt, von der man ausgehen darf:

  • die eigene Hochzeit 2 bis 3 Tage
  • der Tod eines Familienangehörigen 1 bis 3 Tage (je nach Verwandtschaftsgrad)
  • militärische Inspektion und Rekrutierung ½ bis 1 Tag
  • Umzug 1 Tag
  • Behördengänge: effektive Abwesenheit


Ihre Schwiegermutter ist zwar streng genommen nicht mit Ihnen verwandt, trotzdem erhalten Sie die nötige freie Zeit für die Beerdigung.

Guider Logo

Mehr zu Ferien und Absenzen bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Ferien sind dazu da, sich von der Arbeit zu erholen. Einige Regelungen bezüglich Ferien und Kurzabsenzen sorgen jedoch immer wieder für Verwirrung. Guider klärt seine Mitglieder nicht nur darüber auf, sondern zeigt auch, was bei Sonderfällen wie unbezahltem Urlaub oder Ferien während Arbeitsunfähigkeit rechtlich gilt.

Buchtipp

Arbeitsrecht

Vom Vertrag bis zur Kündigung

Mehr Infos

Arbeitsrecht