Erfolgreich gewehrt gegen Abo-Falle
Wegen eines angeblich abgeschlossenen Abos wird eine Leserin mit Rechnungen bedrängt. Erst der Musterbrief des Beobachters kann Abhilfe schaffen.

Veröffentlicht am 15. Mai 2026 - 06:00 Uhr

Monika Steger aus dem Solothurnischen hatte ein Computerproblem. «Ich suchte online nach einer Lösung», erzählt die 67-Jährige, die tatsächlich anders heisst. Durch Zufall gelangt sie auf die Homepage des VNR Verlags für die Deutsche Wirtschaft und surft in der Rubrik «Computerwissen».
Einige Tage später erhält sie eine Mail vom VNR Verlag: Sie habe ein Abo abgeschlossen und schulde nun 140 Euro pro Monat. «Ich war überrascht. Mir war nicht bewusst, dass ich irgendwas abgeschlossen hätte.»
Steger schreibt dem VNR Verlag und bestreitet die Forderung. Doch der lässt nicht locker, schickt Mail um Mail, Rechnung um Rechnung, Mahnung um Mahnung. Die Forderung wird immer höher. Als die Rentnerin einen Beweis für den «Vertragsschluss» verlangt, erhält sie einen Link, der sich aber nicht öffnen lässt. Sie zahlt nicht.
Der VNR Verlag lässt noch immer nicht locker: Er schickt Steger einen Brief, in dem er sie «ultimativ» auffordert, zu zahlen, ansonsten man ein Inkasso einschalte. «Da war der Zeitpunkt gekommen, beim Beobachter-Beratungszentrum anzurufen.»
Die Hotline des Beobachter-Beratungszentrums schickt Steger einen Musterbrief, den sie an den VNR Verlag weiterleitet. Und siehe da: «Kurz darauf erhielt ich eine Mail. Man verzichtete auf die Forderung. Und ich hatte endlich Ruhe.»
Wurde Ihnen für eine angebliche Bestellung im Internet eine Rechnung oder Mahnung zugestellt, obwohl die Dienstleistung als gratis beschrieben war? Beobachter-Abonnentinnen und ‑Abonnenten wehren sich mit der Mustervorlage «Internetabzocke» gegen diese ungerechtfertigte Forderung.





