Sabine und Andreas sind ein Paar und wohnen zusammen. Seit rund zehn Monaten teilen sie nicht nur Tisch und Bett, sondern auch die Lebenshaltungskosten. Zumindest mehr oder weniger: Ihre einzige finanzielle Regelung besteht darin, dass Sabine Miete an Andreas bezahlt, da die Wohnung ihm gehört. Ausserdem übernimmt sie die Telefonrechnungen, während er die Rechnungen der Empfangsgebühren für Fernsehen und Radio bezahlt. «Ich habe das Gefühl, dass sich unsere Anteile der restlichen Ausgaben in etwa die Waage halten», sagt Andreas. Sabine ergänzt, dass sie beide ohnehin ähnliche Vorstellungen übers Geldausgeben hätten. Trotzdem haben sich die zwei vorgenommen, eine Vereinbarung über die Aufteilung der gemeinsamen Kosten zu treffen. Zudem wollen sie für bestimmte Ausgaben ein Konto einrichten, auf das beide gleich viel einzahlen .

Das ist vorbildlich. Denn ein schriftlicher Vertrag über die Aufteilung der gemeinsamen Lebenskosten ist immer ratsam: Einen Vertrag macht man nicht für die guten Zeiten. Dass eine Partei sich ausgenutzt fühlt, kommt meistens schleichend. Auch ein gemeinsames Konto, auf das beide ihren Anteil einzahlen und woraus die gemeinsamen Kosten bestritten werden, ist sinnvoll.

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