Hallo.

Ich bin Julia Hofer. Und schreibe beim Beobachter über Nachhaltigkeit, Gesundheit, Reisen und Gesellschaft. Es würde mich freuen, wenn Sie mal in meinen Newsletter «En Guete» reinlesen! Das Besondere daran: Er ist als Minikurs aufgebaut. Sprich: Ich schicke Ihnen die wichtigsten Tricks und Tipps aus der entspannten, pflanzenbasierten Küche. Immer am Freitag, immer mit einem Rezept. 

Gleich noch etwas mehr Hintergrund dazu. Aber hier können Sie sich schon mal anmelden:

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Als unsere Tochter vor einigen Jahren Vegetarierin wurde, liess ich mich gern von ihr inspirieren. Zwar wollte ich nicht ganz auf tierische Produkte verzichten, aber für unsere Familie so kochen, dass es für alle stimmt: Seither gibt es bei uns weniger Fleisch. Deswegen ist unser Essen nicht langweiliger geworden. Im Gegenteil: Seit wir uns auf diese Reise begeben haben, haben wir in der Küche viel Neues ausprobiert und eine Reihe neuer Lieblingsessen entdeckt. 

Welche Gerichte selbst Fleischfans überzeugen, welche Zubereitungsarten den besten Geschmack aus Gemüse kitzeln und wie man pflanzliche Proteine alltagstauglich integriert – genau davon erzähle ich in meinem «En Guete»-Newsletter. Wenn Sie Lust auf Genuss mit Klimawirkung haben und die schonungslos ehrlichen Einschätzungen meiner familieninternen Testesser dem erhobenen Zeigefinger vorziehen, dann könnte dieser Newsletter etwas für Sie sein.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Wie ich lernte, die Proteinbombe zu lieben

Seien wir ehrlich: Tofu kann so richtig langweilig schmecken. Im besseren der schlechten Fälle. Manchmal kommen noch Radiergummi-Konsistenz und undefinierbare dumpfe Geschmacksnoten hinzu. Aber mittlerweile ist auch bei mir angekommen, dass Tofu eine ziemlich geniale Proteinquelle ist: 15 Gramm Protein stecken in 100 Gramm festem Tofu. Und Sojaprotein enthält wie tierische Proteine alle neun essenziellen Aminosäuren und kann deshalb gut vom Körper aufgenommen werden. Die biologische Wertigkeit ist vergleichbar mit der von Käse und Milch. Zudem stecken in Tofu viele ungesättigte Fettsäuren, die gut fürs Herz sind.

Auch in den Bio- und Supermärkten hat sich einiges getan. Sie übertrumpfen sich mit originellen Tofusorten in den verrücktesten Geschmacksrichtungen. Heute kaufe ich trotzdem meist naturbelassenen Tofu. Der schmeckt zwar nach quasi nichts, aber man kann ihn prima mit Aromen vollpumpen, so dass er am Schluss den Special-Edition-Bärlauchtofu locker übertrumpft.

Meine Lernkurve in Sachen Tofuzubereitung lässt sich so zusammenfassen:

  1. Naturtofu verträgt viel Würze. Und damit diese reinkann, muss …
  2. … das Wasser zuerst raus. Deshalb wickelt man Tofu vor dem Zubereiten in ein sauberes Tuch und beschwert ihn zum Auspressen mit einem schweren Gegenstand. Oft wird auch empfohlen, den Tofu zu gefrieren und wieder aufzutauen, dann lässt sich noch mehr Wasser herauspressen.
  3. Wenn der Tofu nicht allzu krümelig ist, kann man ihn auch einfach mit den flachen Händen etwas auspressen, so mache ich es meistens.
  4. Für die Marinade eignen sich Soja- oder Teriyakisauce, Süsse, Säure, auch Knoblauch und Ingwer passen gut. Auf Öl sollte man verzichten, weil sich dieses schlecht mit dem wasserbasierten Tofu verbindet.
  5. Obwohl wir gerade gelernt haben, dass Marinieren das A und O ist, ist es nicht immer nötig: Schmort man den Tofu in Sauce, kommt man ohne aus.
  6. Mit dem Knuspertrick – Tofu vor dem Braten in Maizena wenden – werden hartnäckige Kritiker überzeugt.

Noch Zweifel? Dann ist es Zeit, mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen:

Vorurteil 1: Tofu ist gesundheitsschädlich.

Stimmt nicht. Weil die in Tofu enthaltenen Isoflavone dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln, wurde befürchtet, dass sie das Brustkrebsrisiko erhöhen. Laut einer Metaanalyse kann der Konsum von Isoflavonen aus Sojaprodukten das Brustkrebsrisiko aber sogar senken. Einzig für die Babyernährung werden Sojaprodukte nicht empfohlen.

Vorurteil 2: Für Tofu wird Regenwald abgeholzt.

Stimmt nicht. In europäischem Tofu steckt praktisch nie Soja aus Regenwaldregionen, sondern aus europäischem Anbau. Wenn für Soja Regenwald abgeholzt wird, dann meist, weil damit Tierfutter produziert wird.

Vorurteil 3: Tofu besteht aus genmanipulierter Soja.

Stimmt nicht. Die grössten Produktionsländer Brasilien, USA und Argentinien haben 2019 zwar fast nur gentechnisch veränderte Soja angebaut. Aber die Schweiz verzichtet bei Anbau und Import darauf.

Lesen wir uns bald in Ihrer Inbox?

Würde mich freuen.