HautkrankheitenWenns juckt

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Bei brennender oder geröteter Haut können Hautkrankheiten im Spiel sein. Die häufigsten Hautleiden im Überblick – und was man dagegen tun kann.

von Susanne Wagneraktualisiert am 2017 M07 19

Die häufigsten Hautkrankheiten im Überblick:

Akne

Sie tritt meistens in der Pubertät auf, kommt aber auch bei Erwachsenen vor. Bei einer Akne entstehen Mitesser (Comedonen), entzündliche Pusteln und Knoten in der Haut. Es ist ratsam, die Behandlung einer stärkeren Akne mit dem Hautarzt zu besprechen. Die Akne kann mit Cremes, Gels, Lotionen und wenn nötig Medikamenten zum Einnehmen behandelt werden.

Ekzem durch Allergie

Die Haut reagiert mit Juckreiz, Bläschen und Rötungen, wenn sie in Kontakt mit Stoffen kommt, auf die sie allergisch ist. Auslöser können etwa Seifen, Bleichmittel, Kosmetika oder nickelhaltige Metalllegierungen sein (z.B. in Schmuck). Ein Arztbesuch ist ratsam: Abhilfe können kortisonhaltige Präparate und allenfalls zusätzlich Antiallergika in Tablettenform schaffen.

Infos: aha! Schweizerisches Zentrum für Asthma, Haut und Allergie: www.ahaswiss.ch

Fieberbläschen (Herpes)

Viele Menschen leiden immer wieder an Lippenbläschen. Wer einmal mit dem Herpes-Virus infiziert ist, behält ihn ein Leben lang im Körper. Meistens hält das Immunsystem den Erreger in Schach. Bei Stress, Erkältung, zu viel Sonne oder hormonellen Veränderungen können Viren wieder aktiv werden und die Bläschen auslösen. In Apotheken sind Virusmittel, austrocknende und desinfizierende Salben erhältlich.

Fusspilz

Juckende und brennende Stellen am Fuss deuten auf Fusspilz hin. Oft breitet sich der Fusspilz von den Zwischenräumen der Zehen aus. Fusspilz ist sehr verbreitet und auch ansteckend. Man reduziert das Fusspilzrisiko, wenn man im Schwimmbad Badeschuhe trägt und die Zehenzwischenräume sorgfältig abtrocknet. Salben gegen Fusspilz sollte man auch dann noch auftragen, wenn die Beschwerden abgeklungen sind.

Neurodermitis

Die Hautkrankheit, die häufig schon im Kindesalter auftritt, äussert sich durch starken Juckreiz, Hauttrockenheit und Ekzeme. Durch das Kratzen der Haut kann sich die Haut noch stärker entzünden. Die klassische Therapie für Neurodermitis besteht in Kortisonpräparaten, es gibt aber auch kortisonfreie Therapiemöglichkeiten.

Grosse Spitäler, z.B. das Zürcher Unispital, bieten eine Neurodermitis-Sprechstunde an.

Rosazea (auch Kupferrose)

Die Gesichtshaut zeigt bei dieser chronischen Erkrankung fleckenförmige Rötungen, erweiterte Äderchen, oft auch Knötchen und Pusteln. UV-Licht, Hitze, Kälte, scharfe Speisen oder Stress können Rosazea verstärken. Wichtig ist eine sorgfältige Pflege mit speziellen Cremes und Lotionen.

Schuppenflechte (Psioriasis)

Bei der chronischen, entzündlichen Hauterkrankung tauchen – am häufigsten an den Aussenseiten der Ellbogen - und Kniegelenke sowie an der Kopfhaut silbrigweiss schuppende Stellen auf. Dagegen setzt der Arzt Therapien wie Lichttherapie, Badetherapie mit Meersalz, Salben oder Medikamente zum Einnehmen ein.

Vitilogo (Weissfleckenkrankheit)

Typisch für Vitilogo sind weisse, pigmentfreie Flecken auf der Haut, die entstehen, weil die Melanozyten (Zellen, die Pigmente produzieren), zerstört werden. Die Ursache dafür ist unbekannt. Die Krankheit ist nicht ansteckend und ungefährlich. Die betroffenen Stellen sind aufgrund der fehlenden Pigmente stark sonnenbrandgefährdet. Als Therapie kommen Kortisonsalben oder UV-Lichttherapien zum Einsatz.

Warzen

Die kleinen oder grösseren Hautwucherungen sind harmlos, aber ansteckend, da sie durch eine Virusinfektion entstehen. Daher sollte man Warzen wenn möglich behandeln. In Apotheken sind dafür spezielle Lösungen oder Pflaster erhältlich. Von Warzen sind viele Kinder und Jugendliche betroffen. Oft verschwinden die Warzen irgendwann von selbst, häufig sind sie jedoch sehr hartnäckig.