Wer regelmässig mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember steigen die ÖV-Preise schweizweit im Durchschnitt um 3,6 Prozent. Ursprünglich hatte die Branchenorganisation Alliance Swisspass eine Erhöhung um 3,9 Prozent angekündigt. Nach Gesprächen mit Preisüberwacher Stefan Meierhans wurde sie leicht nach unten korrigiert.

Besonders spürbar ist die Änderung beim Generalabonnement. Das GA für Erwachsene in der zweiten Klasse kostet neu 4095 statt 3995 Franken pro Jahr. Ursprünglich waren sogar 4195 Franken vorgesehen. Das GA der ersten Klasse steigt von 6520 auf 6770 Franken. Beim Halbtax zahlen erwachsene Neukundinnen und Neukunden künftig 195 statt 190 Franken.

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Höhere Kosten – aber auch mehr Sparbillette

Alliance Swisspass begründet die Erhöhung mit der allgemeinen Teuerung sowie mit höheren Kosten für Personal, Energie, Material und Unterhalt. Gleichzeitig soll das Angebot an Sparbilletten ausgebaut werden. Für 2027 sind dabei Rabatte von insgesamt 90 Millionen Franken vorgesehen.

Kritik kommt vom Konsumentenschutz. Dieser warnt davor, dass der öffentliche Verkehr für viele Haushalte zu einer grösseren finanziellen Belastung wird. Zudem sieht er einen Widerspruch zum Ziel, mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Schweiz fordert er deshalb unter anderem flexiblere Abos und eine langfristige Finanzierung des öffentlichen Verkehrs.

Sind 4095 Franken für ein GA zu viel?

Wie sehen Sie die erneute Preiserhöhung? Sind 4095 Franken für ein GA noch angemessen? Können Sie die höheren Preise angesichts gestiegener Kosten nachvollziehen, oder wird der ÖV für Sie allmählich zu teuer? Diskutieren Sie mit in der Kommentarspalte.