Vertrag untergejubelt

Am Telefon wird Ihnen angeboten, den Anbieter zu wechseln. Obwohl Sie nur Unterlagen wünschten, erhalten Sie vom neuen Anbieter eine Rechnung – und Sie stellen fest, dass der Anschluss bereits umgeschaltet ist. Weisen Sie die Rechnung mit einem eingeschriebenen Brief zurück mit der Begründung, dass kein Vertrag zustande gekommen sei.

Prepaid-Guthaben verfallen

Das kann Ihnen passieren, wenn Sie Ihre Prepaid-SIM-Karte während längerer Zeit nicht benutzen. Der Anbieter darf zwar die Telefonnummer sperren. Doch für das gelöschte Guthaben muss er Ihnen eine Gutschrift geben.

Unerwünschte SMS

Anbieter von kostenpflichtigen SMS für Sex-Chats oder Klingeltöne dürfen diese erst verschicken, wenn sie Ihnen den Preis pro SMS, die maximale Anzahl der SMS pro Minute und das Vorgehen zum Abschalten des Dienstes per SMS mit­geteilt haben. Fehlt es an einer dieser Informationen oder haben Sie das Angebot gar nie per SMS bestätigt, ist kein Vertrag zustande gekommen. Entsprechende Rechnungen können Sie bestreiten.

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Surfen ohne Abo

Das Surfen im Internet mit dem Handy verursacht hohe Kosten, wenn Sie kein Surf-Abo gelöst haben. So erhalten Sie später eine hohe Rechnung. Suchen Sie das Gespräch mit dem Anbieter. Als Basis für eine Verhandlungslösung könnten die Gebühren in der Höhe des entsprechenden Surf-Abos sein.

Tote Internetleitung

Seit Tagen können Sie zu Hause das In­ternet nicht mehr benützen, obwohl mit dem Computer alles in Ordnung ist. Reklamieren Sie zuerst telefonisch beim Anbieter. Falls die Leitung nicht repariert wird, verlangen Sie mit ­eingeschriebenem Brief, dass der Internetzugang innert zehn Tagen wieder funktioniert. Bringt auch das nichts, können Sie den Vertrag fristlos kündigen. Für die vorzeitige Auflösung des Vertrags schulden Sie keine Strafzahlung.

Anbieter wechseln

Wechseln Sie den Anbieter, ohne die Kündigungsfrist des bestehenden Vertrags einzuhalten, zahlen Sie für die vorzeitige Kündigung eine Straftaxe. Darum besser: Beachten Sie bei einem Anbieterwechsel die Kündigungsbedingungen des alten Vertrags.

Hohe Roaming-Kosten im Ausland

Wenn Sie im Ausland das Handy benutzen, muss Ihr Schweizer Anbieter Sie sofort per SMS über die maximal anfallenden Kosten für Anrufe, SMS und Datenübertragung informieren. Unterlässt er das, müssen Sie später die hohe Rechnung für die Benutzung des Mobiles im Ausland nicht bezahlen. Es ist ratsam, für die Dauer des Aufenthalts eine Ausland­option zu lösen.

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Erotiknummern nicht gesperrt

Hat Ihr 16-jähriger Sohn den Handyvertrag unter seinem Namen, aber mit Ihrer Zustimmung unterzeichnet, muss der Anbieter den Zugang zu erotischen oder pornographischen Inhalten sperren. Tut er das nicht, muss der Sohn später die Rechnung für Sexdienste nicht bezahlen.

Zu hohe Rechnung

Teilen Sie dem Anbieter mit eingeschriebenem Brief mit, welche Teile der Rechnung Sie weshalb bestreiten. Zahlen Sie den unbestrittenen Teil, damit das Handy oder der Anschluss nicht gesperrt wird.

Hilfe von der Schlichtungsstelle

Falls Sie Streit mit dem Anbieter haben, müssen Sie sich zuerst um eine einvernehmliche Lösung mit ihm bemühen. Wenn der Einigungsversuch gescheitert ist, können Sie sich an die Ombudscom wenden, die Schlichtungsstelle im Telekommunikationsbereich. Diese vermittelt zwischen Telekommunikationsfirmen und Kunden. Die Kosten für dieses Verfahren muss der Anbieter zahlen. Für den Kunden ist es gratis. Mehr dazu unter www.ombudscom.ch.

Musterbriefe «Unbestellte SMS» bei Guider, dem digitalen Berater des Beobachters

Haben Sie oder Ihr minderjähriges Kind eine Rechnung erhalten, ohne dass Sie je einem Vertrag zugestimmt haben? Mitglieder von Guider können sich gegen unbestellte SMS- und Internetverträge mithilfe von Musterbriefen zur Wehr setzen und diese an den Anbieter schicken.