Er wurde von seiner Mutter gequält
Als Kind wurde er von seiner Mutter schwer misshandelt, sie nannte ihn ein Nichts und sagte, er tauge höchstens zum Verbrecher. Doch Kurt Erni schlug einen anderen Weg ein und schrieb ein Buch über sein Trauma.
Für den Beobachter Prix Courage 2025 nominiert: Kurt Erni
Schon als kleines Kind wurde Kurt Erni von seiner Mutter gequält. Im Podcast berichtet er von schlimmen Erinnerungen: Sie verbrannte seine Hände, sperrte ihn ein und liess ihn hungern. Sie nannte ihn ein Nichts und sagte, er tauge höchstens zum Verbrecher. Doch Kurt Erni schlug einen anderen Weg ein. Er wurde Koch, dann Polizist und später Chef des Stadtzürcher Bestattungs- und Friedhofamts.
Mit 50 holte ihn die Vergangenheit ein. Auf einen Zusammenbruch folgten Klinikaufenthalte, Medikamente, jahrelange Therapie. Dann entschloss er sich für den Schritt an die Öffentlichkeit. Er schrieb ein Buch über seine Kindheit – und ein Tabu: Auch Frauen können gewalttätig sein. Und Mütter können Täterinnen werden. Für seinen Mut, das Schweigen zu brechen, ist Kurt Erni für den Prix Courage 2025 nominiert.
Im Beobachter-Podcast unterhält sich Kurt Erni mit Moderatorin Jasmine Helbling und Journalistin Birthe Homann.
Artikel zum Thema:
- Porträt zum Podcast: Seine Mutter quälte ihn – und er spricht darüber
- Prix Courage: Mehr Infos zum Preis
Über den Podcast «Beobachter Radar»
Hart an der Sache, nah an den Menschen: Im Podcast «Beobachter Radar» greifen Redaktorin Jasmine Helbling und Chefredaktor Dominique Strebel alle zwei Wochen ein spannendes Thema auf.
Gemeinsam mit Fachpersonen, Journalisten und Protagonistinnen erörtern sie Hintergründe zu Recherchen, erzählen Geschichten von Gaunern und Heldinnen und haken nach, wenn es um Recht und Gerechtigkeit geht. Dabei begegnen sie inspirierenden Persönlichkeiten, zeigen Missstände auf und liefern Tipps, wie Sie fiesen Konsumfallen und juristischen Stolperdrähten entgehen.
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