3D-Druck eines Bastelbogen des Bundeshauses

Wie gut das Volk im Bundeshaus wirklich vertreten ist

Thomas AngeliDaniel Benz, Beobachter-Redaktor
Von Thomas Angeli, Daniel Benz und Anina Frischknecht
am 25.04.2019
Quelle: Andrea Klaiber und Anne Seeger / MItarbeit: Hanna Jaray

Die Volksvertreter repräsentieren das Volk nicht. Alter, Bildung, Geschlecht: was sich bei den Wahlen im Herbst ändern müsste.

Von der Uni in den Ratssaal

Infografik: Welche Ausbildungen die Politiker haben
Quelle: Andrea Klaiber und Anne Seeger / MItarbeit: Hanna Jaray

«Es erstaunt nicht, dass die gut ausgebildeten Personen stärker in den Parlamenten vertreten sind. Fachlich werden hohe Anforderungen an die Milizpolitiker gestellt. Die Verrechtlichung nimmt zu, die wirtschaftlichen Zusammenhänge werden immer komplexer.

Bereits bei den jungen Erwachsenen zeichnet sich das ab: Das Interesse an einem politischen Amt in der Gemeinde steigt mit höherer Bildung. Unsere Untersuchungen zeigen auch, dass 70 Prozent in der Schule eher wenig bis gar nichts über Politik gelernt haben. Dies ist bedenklich und verdeutlicht den Nachholbedarf.

Für das politische Engagement mindestens so wichtig sind flexible Arbeitszeiten. Deshalb sind viel mehr Anwälte und Unternehmerinnen als Kassiererinnen und Maurer in der Politik aktiv.

Aus demokratischer Sicht wäre zu wünschen, wenn möglichst alle Bevölkerungsgruppen vertreten wären.»

Curdin Derungs, 40, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur