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Prix Courage 2017Kandidat 2 – Erwin Hammer

Nominiert für den Prix Courage 2017: Erwin Hammer (65). Bild: Christian Schnur

Erwin Hammer hat eine schützens­werte Landschaft verteidigt.

von Otto Hostettleraktualisiert am 2017 M09 20

Erwin Hammer kämpfte zehn Jahre lang für die Erhaltung eines besonders schützenswerten Gebiets im Kanton Schwyz. Der 65-Jährige verhinderte, dass es einer Deponie zum Opfer fiel. In der einmaligen Landschaft am Lauerzersee zeugen riesige Steinblöcke vom Goldauer Felssturz 1806. Hier plante ein Bauunter­neh­mer und Deponiebetreiber ­eine Deponie für 600'000 Kubik­meter Aushubmaterial und Bauabfälle – mit dem Segen der lokalen Behörde. 

Als Erwin Hammer die Dimen­sion des Projekts erkannte, wurde er aktiv. Er sprach an Gemeindeversammlungen, wehrte sich beim Regierungsrat, reichte Anzeige ein wegen Befangenheit der Behörden und sammelte Unterschriften. Als die Gegenseite einen ­Anwalt auffuhr, engagierte er ebenfalls ­einen. «Ich hätte mir gut und gern ­einen schönen Mercedes für ­dieses Geld kaufen können», sagt er heute.

Ganz allein stemmte sich der selbständige Schlosser gegen die Lokalprominenz. Unter fragwürdigen ­Umständen bewilligte die Gemeinde 2007 eine Umzonung, 2009 winkte der Gemeinderat Arth das Baugesuch durch. Doch es zeigte sich, dass die Deponie in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung geplant war und der bestehende Wald ebenso ignoriert wurde wie der Wildkorridor.

Als 2011 das Bundesamt für Umwelt einschritt, hob das Verwaltungs­gericht die Baubewilligung auf. Doch weil der Deponiebetreiber klagte, kam das Aus erst Ende 2016. Der Fall war klar: Das Gebiet ist von nationaler Schutzwürdigkeit. Erwin Hammer sagt: «Mir ging es um Gerechtigkeit. Es ist einfach nicht zulässig, in diesem wunderschönen Gebiet eine Deponie zu bauen.»

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Ihre Stimme für Erwin Hammer

  • per Anruf: 0901 595 582 (70 Rappen/Anruf ab Festnetz)
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Entscheiden Sie mit, wer den Prix Courage 2017 erhält. Die Stimmen der Beobachter-Leserinnen und -Leser und diejenigen der Prix-Courage-Jury werden zu je 50 Prozent gewichtet.

Der Prix Courage ist mit 15'000 Franken dotiert.

Teilnahmeschluss: 5. November 2017

 

Prix Courage 2017 – Die Kandidaten
 

  • Nora Furer
    ... hat eine Frau aus einem brennenden Haus gerettet.
     
  • Erwin Hammer
    ... hat eine schützenswerte Landschaft verteidigt.
     
  • Natalie Burlet
    ... hat zwei Waisenheime in Burkina Faso gegründet.
     
  • Mustafa Karasahin
    ... hat ein Mädchen vor dem einfahrenden Zug gerettet.
     
  • Monika Bosshard
    ... wird einer Zufallsbekanntschaft eine Niere spenden.
     
  • Remo Schmid
    ... hat eine Frau vor einem Gewalttäter gerettet.
     
  • Muriel Pestalozzi
    ... hat Missstände im Statthalteramt aufgedeckt.
     
  • Philippe Viau
    ... hat einen Mann aus der reissenden Aare geborgen.

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