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Prix Courage 2017Kandidatin 7 – Muriel Pestalozzi

Nominiert für den Prix Courage 2017: Muriel Pestalozzi. Bild: Christian Schnur

Muriel Pestalozzi hat Miss­stände im Statthalteramt aufgedeckt.

von Gian Signorellaktualisiert am 2017 M09 21

2014 tritt Muriel Pestalozzi ihre neue Stelle als Juristin auf dem Statthalteramt Dietikon ZH an. Ihre Aufgabe ist es, Einsprachen gegen Strafbefehle zu erlassen und Einsprachen zu ­prüfen. Schon nach kurzer Zeit hat sie das Gefühl, dass hier einiges nicht so läuft, wie es sollte. Sie wundert sich etwa, dass sie ihren Chef, Statthalter Adrian Leimgrübler, fast nie zu ­Gesicht bekommt. Vor elf Uhr ist er selten im Büro, manchmal sieht sie ihn tagelang gar nicht.

Gerüchte über Begünstigungen kursieren auf dem Amt. Leimgrübler soll Fälle an sich nehmen, um sie dann auf dem Aktenstapel einfach verjähren zu lassen. Als Muriel Pestalozzi bemerkt, dass plötzlich eines ­ihrer Dossiers fehlt, weil Leimgrübler es übernommen hat, ist für sie klar, dass genauer hingeschaut werden muss.

Zusammen mit ihrer Kollegin Géral­dine Pierrehumbert wendet sie sich an den Ombudsmann. Er beurteilt die Vorwürfe als glaubwürdig und schwerwiegend und reicht Strafanzeige gegen Leimgrübler ein. Justiz­direktorin Jacqueline Fehr entlässt ihn fristlos.

Gegen diese Entlassung wehrt sich der Statthalter wiederum mit Erfolg. Dann kommt das Verwaltungsgericht aber zum Schluss, dass er mehrere Amts­pflichten verletzt hat. Die Staats­anwaltschaft stellt die Straf­untersuchung ein, bürdet ihm aber ­einen Teil der Unter­suchungs­kosten auf. Trotzdem stellt sich Leimgrübler zur Wiederwahl – letztlich erfolglos. Muriel Pestalozzi und ihre Kollegin müssen sich gegen massive Anfeindungen mit einer Klage zur Wehr ­setzen. Trotz allem sagt Pestalozzi: «Ich würde alles wieder machen, weil es richtig und wichtig ist.»

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Ihre Stimme für Muriel Pestalozzi

  • per Anruf: 0901 595 587 (70 Rappen/Anruf ab Festnetz)
  • per SMS: Text PRIX 7 an 970 (70 Rappen/SMS)

Entscheiden Sie mit, wer den Prix Courage 2017 erhält. Die Stimmen der Beobachter-Leserinnen und -Leser und diejenigen der Prix-Courage-Jury werden zu je 50 Prozent gewichtet.

Der Prix Courage ist mit 15'000 Franken dotiert.

Teilnahmeschluss: 5. November 2017

 

Prix Courage 2017 – Die Kandidaten
 

  • Nora Furer
    ... hat eine Frau aus einem brennenden Haus gerettet.
     
  • Erwin Hammer
    ... hat eine schützenswerte Landschaft verteidigt.
     
  • Natalie Burlet
    ... hat zwei Waisenheime in Burkina Faso gegründet.
     
  • Mustafa Karasahin
    ... hat ein Mädchen vor dem einfahrenden Zug gerettet.
     
  • Monika Bosshard
    ... wird einer Zufallsbekanntschaft eine Niere spenden.
     
  • Remo Schmid
    ... hat eine Frau vor einem Gewalttäter gerettet.
     
  • Muriel Pestalozzi
    ... hat Missstände im Statthalteramt aufgedeckt.
     
  • Philippe Viau
    ... hat einen Mann aus der reissenden Aare geborgen.

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