Magda Hesse* löste ihre zehnjährige Festhypothek drei Jahre vor Ablauf auf und schloss bei der gleichen Bank eine neue ab, weil die Hypothekarzinsen heute viel tiefer sind. Dafür musste Sie der Bank die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.

Sie erkundigte sich beim Beratungszentrum des Beobachters, ob sie diesen Betrag in der Steuererklärung abziehen Steuern Das können Sie abziehen könne – die Beraterin bejahte das. Trotzdem strich ihr das Steueramt den Abzug.

Hesse hakte beim Beratungszentrum nach. Die Beraterin blieb bei ihrer Ansicht. Denn das Bundesgericht hatte 2017 in einem anderen Fall entschieden, dass man die Vorfälligkeitsentschädigung dann als Schuldzins abziehen kann, wenn man beim selben Institut eine Hypothek mit anderen Konditionen abschliesst.

Magda Hesse berief sich gegenüber dem Steueramt auf den Bundesgerichtsentscheid. Nun liess es den Abzug zu. Der Fall zeigt: Auch Auskünfte der Steuerämter sind nicht sakrosankt. Es kann sich auszahlen, ein zweites Mal beim Beobachter-Beratungszentrum nachzuhaken.

* Name geändert

Mustervorlage «Einsprache gegen Steuerveranlagung» bei Guider

Haben Sie Unstimmigkeiten in der definitiven Steuerveranlagung festgestellt und wollen diese gegenüber dem Steueramt klären? Beobachter-Abonnenten sehen mit der Mustervorlage «Einsprache gegen Steuerveranlagung», wie man den eingeschriebenen Brief mit einer Begründung verfassen kann.

Anzeige

«Den besten Rat - jede Woche per Mail»

Christian Gmür, Content Manager Ratgeber

Den besten Rat - jede Woche per Mail

Der Beobachter Newsletter