Dieser Onlineshop täuscht mit «hochwertigen» Putztüchern
Erfahren Sie hier laufend aktualisiert, wo Gefahren für Konsumentinnen und Konsumenten lauern und auf welche Betrugsmaschen Sie nicht hereinfallen sollten.
Veröffentlicht am 30. April 2026 - 17:25 Uhr

Warnungen im April 2026
Vorsicht vor «Wundertüechli» auf Lamiso.ch
Der Konsumentenschutz warnt vor dem Onlineshop Lamiso.ch, da es sich aus seiner Sicht um einen unseriösen Dropshipping-Anbieter handelt.
In der Liste des Konsumentenschutzes wird der Shop unter anderem deshalb als problematischer Anbieter geführt, weil er gegen die Impressumspflicht verstosse und keine gültige Schweizer Adresse angebe (siehe Beobachter-Artikel «11 Regeln, wie Sie Fake-Shops erkennen»). Das kann ein Verstoss gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb darstellen.
Ein Blick auf das Bewertungsportal Trustpilot offenbart ein gespaltenes Bild: In den negativen Rezensionen berichten enttäuschte Kunden von einer Täuschung über die Herkunft der Produkte. Viele gaben an, sie hätten aufgrund des Webauftritts ein Schweizer Produkt erwartet, hätten jedoch minderwertige Ware aus Fernost erhalten, die teilweise identisch mit Produkten auf Billig-Plattformen wie Temu sei. Lamiso verkauft vor allem Putzutensilien. Unter anderem werden «Wundertüechli» beworben, die eine besondere Saugfähigkeit haben sollen.
Abklärungen durch den Beobachter zeigen zudem, dass der Shop derzeit mit einer Vielzahl von Anzeigen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram aggressiv um neue Kundschaft wirbt. Die Betreiber äussern sich gegenüber dem Beobachter nicht dazu.
Tipps:
- Kaufen Sie nicht bei Lamiso ein. Wenn Sie dort bereits etwas bestellt haben und mangelhafte Ware erhalten haben, müssen Sie diese innert weniger Tage beanstanden. Am besten schicken Sie eine Mängelrüge als eingeschriebenen Brief an den Verkäufer (siehe Beobachter-Musterbrief).
- Wie Sie sich gegen die Maschen von Dropshipping-Shops wehren können, erfahren Sie im Ratgeber «Billigware aus China: Das nervt Kunden am meisten».
- Die vollständige Liste der beanstandeten Shops finden Sie hier: Warnliste des Konsumentenschutzes (30.4.2026)
Möchten Sie stets informiert werden, wenn wir neue Produktrückrufe melden oder vor aktuellen Betrugsmaschen warnen? In der Beobachter-App können Sie «Mitteilungen» der Konsum-Warnliste als Push abonnieren.
Salmonellen in Pistaziencreme können zu Durchfall oder Erbrechen führen
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen warnt davor, die Pistaziencreme (200 Gramm) der Marke Gourmet Çelebi zu essen. Grund dafür sind Salmonellen, die nachgewiesen wurden. Diese Erreger sind dafür bekannt, Fieber, Erbrechen oder Durchfall auszulösen.
Betroffen ist ausschliesslich das Produkt mit der Lotnummer 2162 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 23.12.2026. Die Pistaziencreme wurde über diverse Verkaufsstellen in der Schweiz vertrieben.
Tipp: Konsumieren Sie die Pistaziencreme keinesfalls. Entsorgen Sie das betroffene Produkt oder bringen Sie es in die Verkaufsstelle zurück. Sollten nach dem Verzehr gesundheitliche Beschwerden auftreten, konsultieren Sie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt. (27.4.2026)
Falsche Polizisten und Bankkundenberater am Telefon
Im Kanton Aargau sind zurzeit wieder vermehrt Telefonbetrüger aktiv, die sich als Polizisten oder Bankangestellte ausgeben. Das schreibt die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung. Allein in den letzten Tagen hätten Kriminelle mit dieser Masche mehrere Zehntausend Franken erbeutet.
Auch im Kanton Freiburg berichtet die Polizei von nach wie vor sehr aktiven Telefonbetrügern. Seit Jahresbeginn hätten die Polizeibehörden in der Westschweiz eine anhaltend hohe Zahl von Meldungen über falsche Polizistinnen und Polizisten oder falsche Bankangestellte erhalten. Die Betrüger versuchen, mit alarmierenden Aussagen Verunsicherung zu schüren und so an Bargeld, Bankkarten, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu kommen.
Tipps, wie Sie nicht in die Falle der Kriminellen tappen:
- Lassen Sie sich am Telefon oder an der Haustür nie unter Druck setzen.
- Händigen Sie nie an Unbekannte Bargeld, Bankkarten oder Schmuck aus.
- Geben Sie nie Passwörter oder Daten von Bankkonten an Dritte weiter.
- Sprechen Sie in Ihrem Umfeld über das Phänomen.
- Bei Verdacht kontaktieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Notrufnummer 117.
(23.4.2026)
Falsch zubereitet, können Morcheln schwere gesundheitliche Folgen haben
Tox Info warnt vor lebensbedrohlichen Komplikationen, wenn Morcheln zu kurz gekocht gegessen werden. Gemäss Medienmitteilung der Fachstelle wurde in den letzten zwölf Monaten eine Häufung beobachtet, bei der es zu schweren Magen-Darm-Symptomen in Zusammenhang mit Morcheln gekommen ist – vier Personen erkrankten schwer. Besonders oft habe es Anfragen zu Gerichten wie Risotto oder Saucen mit Morcheln gegeben.
Wichtig zu wissen: Morcheln, die getrocknet oder tiefgekühlt in den Handel kommen, sind roh. Wenn sie erst am Ende der Kochzeit ins Gericht gegeben werden, garen sie nicht ausreichend durch – und können für böse Überraschungen sorgen.
Tipps: Tox Info empfiehlt für den sicheren Genuss von Morcheln folgendes Vorgehen:
- Frische Morcheln zuerst trocknen, dann einweichen und mindestens 20 Minuten kochen. Falls trotzdem frisch zubereitet: mindestens 20 Minuten kochen und keine grossen Portionen von mehr als 100 Gramm essen.
- Getrocknete Morcheln immer zuerst einweichen und danach mindestens 20 Minuten kochen.
- Tiefgekühlte Morcheln auftauen und danach mindestens 20 Minuten kochen.
Essen Sie Morcheln nie ungekocht als Snack oder Carpaccio. Sollten bei Ihnen Magen-Darm-Beschwerden auftreten, rufen Sie umgehend Tox Info unter der Telefonnummer 145 an, bei schweren Symptomen zusätzlich den Rettungsdienst. (22.4.2026)
Betrügerische Rechnungen im Namen der Serafe im Umlauf
Aktuell häufen sich Phishingmails mit angeblich wichtigen Informationen zum eigenen Serafe-Konto. Vor einer solchen Welle warnte der Bund bereits letzten Dezember. Unter dem Vorwand, bereits bezahlte Rechnungen online einzusehen, versuchen die Angreifer, Informationen zu stehlen.
Als angeblicher Absender wird in der E-Mail «SERAFE – Rechnungsservice» angegeben, die Betreffzeile lautet «Subject: Wichtige Information zu Ihrem SERAFE-Konto». Es wird dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken, um auf das Kundenportal zu gelangen. Dort könne man die «vollständige Berechnung und das Dokument» einsehen. Das ist eine Falle.
Tipp: Klicken Sie auf keinen Fall auf den Link in der E-Mail. Diese stammt nicht von der Serafe, sondern aus betrügerischer Quelle. Misstrauen Sie E-Mails, deren Absenderadresse Sie nicht kennen. Öffnen Sie auch keine angefügten Dokumente oder Programme. (21.4.2026)
Toukan-Messer mit Verletzungsgefahr
Die Suva und der Werkzeughersteller Facom rufen bestimmte Toukan-Messer zurück, da die Klinge möglicherweise nicht sicher einrastet. Dies kann zu Schnittverletzungen führen. Betroffen sind die Modelle 640180, 640180SLS und 640180PB, die zwischen 2024 und 2025 produziert wurden. Sie tragen die Datums- und Buchstabenmarkierungen «D» und «E». Modellnummer und Markierungen finden sich auf der Unterseite der Klinge nahe der Griffbefestigung.
Tipp: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die Messer ab sofort nicht mehr benutzen und sich an Facom unter der Telefonnummer 031 528 04 01 für einen Ersatz wenden. (14.4.2026)
Salmonellen in Weichkäse
In verschiedenen Weichkäsen der Käserei Landbrügg wurden Salmonellen nachgewiesen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilt. Eine Gefährdung für die Gesundheit sei möglich. Die Weichkäse wurden bei Coop, Migros sowie in diversen Käsereien verkauft und sofort aus dem Handel genommen. Welche Produkte betroffen sind, erfahren Sie über die verlinkte Website des BLV oben.
Salmonellen sind Bakterien, die bei Menschen und Tieren Krankheiten auslösen. Beim Menschen können 6 bis 72 Stunden nach dem Verzehr Fieber, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auftreten. Wer den Käse gegessen hat, sollte bei diesen Symptomen eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Tipp: Essen Sie die betroffenen Käse nicht. (8.4.2026)
Handy-Diebe wollen an Ihre Passwörter
Das Smartphone ist weg. Doch weil moderne Handys digital verriegelt sind, greifen Diebe zu gewieften Tricks, um an Passwörter für E-Banking, Fotos und Chatverläufe zu kommen, wie dieser Beobachter-Artikel näher erläutert.
So funktioniert die Masche: Diebe nutzen hinterlegte Notfallkontakte, um gefälschte SMS im Namen von Herstellern wie Apple zu versenden. Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass das verlorene Smartphone gefunden wurde. Jedoch enthält die Nachricht Links zu einer Fake-Website, auf der Opfer ihre Passwörter eingeben sollen.
In anderen Fällen behaupten die Betrüger in den sozialen Medien, dass sie durch einen Wiederverkauf in den Besitz des gestohlenen Handys gekommen seien und nun dabei helfen möchten, den Dieb zu entlarven. Oder es wird versucht, Bestohlene mit Drohnachrichten zur Deaktivierung der «Wo ist?»-App auf dem iPhone zu zwingen. Nur wenn diese Aktivierungssperre entfernt wird, können die Täter das Gerät zurücksetzen und weiterverkaufen.
Tipp: Solange das iPhone im «Verloren»-Modus bleibt, ist es für Täter aufgrund der digitalen Verriegelung praktisch wertlos. Ignorieren Sie Phishing-SMS sowie Erpressungsversuche konsequent und geben Sie niemals Ihre Passwörter an Unbekannte weiter. (2.4.2026)
Warnung vor verseuchtem «Vollmilchquark unpast. Sennerei Bachtel»
Die Bio Partner Schweiz AG – ein Zulieferer für biologische Lebensmittel – ruft in Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Behörden den Vollmilchquark unpasteurisiert der Sennerei Bachtel zurück.
Folgende Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 23.4.2026 sind betroffen:
- Vollmilchquark unpast. Glas 180 g Sennerei Bachtel; Artikel-Nummer: 200001820
- Vollmilchquark unpast. Glas 500 g Sennerei Bachtel; Artikel-Nummer: 210001822
In dem Produkt wurden STEC (Shigatoxin-produzierende E. coli) nachgewiesen. Dabei handelt es sich um Bakterien, die schweren Durchfall verursachen können.
Tipp: Entsorgen Sie die gekaufte Ware. (1.4.2026)
Phishing-Mails im Namen von Ricardo.ch
Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt vor einer neuen Phishing-Masche: Personen, die zum ersten Mal auf der Wiederverkaufsplattform Ricardo.ch inserieren, werden zu einer angeblich notwendigen Verifizierung ihres Kontos aufgefordert.
Als vermeintliche Käufer getarnt, nehmen die Betrüger mit der Verkäuferin Kontakt auf, um so an Informationen über diese zu gelangen. Daraufhin erhält die Verkäuferin eine Mail mit der Aufforderung, das Konto zu verifizieren. Sobald sie antwortet, erhält sie einen Link oder einen QR-Code, um angeblich die Bankverbindung zu bestätigen. Wer diesen verwendet, landet auf einer gefälschten Website.
Tipp: Klicken Sie auf keine Links in Mails zur Verifizierung, wenn Sie diese nicht erwarten. Melden Sie sich ausschliesslich über die offizielle Website oder App von Ricardo an. Ricardo verlangt keine Kreditkarten-, Twint- oder E-Banking-Zugangsdaten von Nutzerinnen und Nutzern. (1.4.2026)
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Weitere Warnungen aus dem Archiv
Hier finden Sie weitere Meldungen zu folgenden Bereichen:
Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals am 5. Januar 2026 veröffentlicht und wird laufend um weitere Warnmeldungen für 2026 fortgeführt.
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